Stimmen nach dem Rennen
Michael Schumacher
"Ich finde kaum Worte für diese Saison, aber die Resultate sprechen für sich. Dass wir alle Rennen auf dem Podium beendet haben, ist ein Beleg für die Qualität des Teams. Es war eine großartige Veranstaltung, weil die japanischen Fans mit mir und Takuma Sato zwei Gewinner feiern konnten. Ich erwischte einen guten Start und danach konnten wir die Boxenstopps schön planen. Das ganze Wochenende waren wir schnell und der große Vorsprung überrascht mich nicht. Bridgestone hat einen wunderbaren Reifen gemacht, der gut funktioniert hat, obwohl wir in der Hitze zuvor keine Long-Runs ausprobieren konnten. Es freut mich, dass sie in ihrem 100. Grand Prix zuhause den 70. Sieg feiern konnten. Ich will auch auf Ross Brawn nicht vergessen, übermittle hiermit die besten Genesungswünsche. Jetzt mache ich einmal Urlaub, damit ich nächstes Jahr noch stärker wiederkommen kann. Ich rechne damit, dass es knapper wird, dass wir nicht mehr so regelmäßig gewinnen werden. Solange wir gewinnen, müssen wir aber nicht zwingend dominant sein. Nächste Woche gibt es in Misano eine Ferrari-Feier, aber jetzt feiern wir erst einmal hier."

Rubens Barrichello
"Ich bin für mich und für Ferrari glücklich. Es ist unglaublich, Teil dieser Familie mit einem so fantastischen Rennauto zu sein. Ich möchte auch Bridgestone danken. Dieses Wochenende haben wir noch enger als üblich mit ihnen kooperiert. Es war eine Traumsaison und ich denke, wir werden nächstes Jahr noch stärker sein. Am Anfang habe ich auf Michael verloren und dann setzte das Auto ständig auf. Da musste ich aufpassen, nicht in einen Dreher zu geraten und die Reifen nicht zu sehr zu verschleißen. Nach dem Boxenstopp stimmte die Balance nicht mehr ganz, aber das war das einzige Problem und damit konnte ich leben. Möglicherweise haben wir uns mit der Rennabstimmung ein wenig vertan. Der Vorsprung auf die Fahrer hinter mir war aber groß genug. Mit zwei Siegen in den letzten drei Rennen bin ich sehr, sehr happy."

David Coulthard
"Natürlich hätte ich die Saison gerne auf dem Podium beendet, was auch möglich gewesen wäre, also bin ich enttäuscht. Ich hatte die Pace und konnte die Fahrer hinter mir abhängen. In der neunten Kurve habe ich dann aber leider nicht mehr beschleunigen können, weil ein Bereich des Kontrollsystems den Dienst quittierte. Ich konnte zwar noch an die Box fahren, aber das Team konnte nichts mehr unternehmen. Jetzt mache ich erst einmal Pause und am 26. November testen wir dann wieder in Valencia."

Kimi Raikkönen
"Am Start ging Ralf Schumacher an mir vorbei und ich war zunächst Fünfter. Es war ein ziemlich geradliniges Rennen, wenn man einmal von einem Problem mit dem Gaspedal absieht, welches aber vom Kommandostand aus behoben werden konnte. Zum Schluss kam ich wegen Ralfs Ausfall sogar noch auf das Podium. In Melbourne habe ich mit Platz drei begonnen, jetzt höre ich mit Platz drei auf. Es war eine tolle Saison und ich freue mich schon auf das kommende Jahr mit McLaren-Mercedes."

Ralf Schumacher
"Mein Rennen lief eigentlich sehr gut heute - mein Auto lag gut, der dritte Platz war vier Runden vor dem Ziel zum Greifen nah. Von daher ist der Ausfall natürlich sehr schade. Nun ja, jetzt werden wir unsere Kräfte bündeln und uns auf die nächste Saison konzentrieren, damit wir näher an die Spitze herankommen."

Juan Pablo Montoya
"Meine Strategie war heute, mein Auto sicher ins Ziel zu bringen. Das habe ich gemacht. Im ersten Teil des Rennens hat mein Auto etwas übersteuert, aber das wurde nach ein paar kleinen Änderungen beim Boxenstopp besser. Ich kam den Autos vor mir etwas näher, sah gegen Rennende aber ein, dass es keinen Sinn macht, weiter ans Limit zu gehen und meinen Platz zu riskieren. Nach Ralfs Ausfall wurde mir gesagt, ich solle es etwas vorsichtiger angehen, daran habe ich mich gehalten. Ich freue mich, in meiner zweiten F1-Saison Dritter in der WM geworden zu sein. Es war eine gute Saison. Schade nur, dass ich keinen einzigen Sieg erzielt habe."

Nick Heidfeld
"Ich legte einen sehr guten Start hin und holte von Platz zwölf auf Platz zehn auf, womit ich sehr happy war. Die Fahrzeugbalance war in den ersten beiden Rennabschnitten sehr gut, baute dann aber im letzten Drittel spürbar ab. Ich hätte gerne einen Punkt geholt, aber am wichtigsten war, ins Ziel zu kommen, was uns gelungen ist. Dem Team gratuliere ich zu Platz fünf in der Markenwertung."

Felipe Massa
"Ich fuhr in der Degner-Kurve über die Randsteine und verlor dann im Windschatten von Villeneuve etwas Downforce, weshalb ich das Auto nicht mehr zurück auf die Strecke brachte. Schade, dass mein letztes Rennen so enden musste, aber ich bedanke mich bei Peter Sauber, der mir diese erste Saison in der Formel 1 ermöglicht hat, und bei all meinen Ingenieuren und Mechanikern."

Giancarlo Fisichella
"Es hat schon schlecht begonnen, als der Motor meines Einsatzfahrzeugs in der Vorstartphase in die Luft ging. Ich wechselte ins T-Car, das für Takuma abgestimmt war, aber die Ingenieure und Mechaniker bauten es schnell für mich um. Der Start war nicht gut und danach untersteuerte das Auto, was ich nach dem Warm-Up überhaupt nicht erwartet hatte. Dann ging der Motor ein. Ich freue mich für Takuma, denn der fünfte Platz ist für ihn und das Team großartig."

Takuma Sato
"Das war unglaublich! Ich hatte mir einen Punkt vorgenommen und am Ende wurden es sogar zwei, was fantastisch für uns ist. Ich schätze sehr, was das Team und die Mechaniker geleistet haben. Das Auto war sehr gut und auch Strategie, Reifen und Motor haben wunderbar funktioniert an diesem Wochenende. Das Publikum war einfach unglaublich. Die Fans gaben mir auf jeder Runde zugewinkt und ich konnte alles sehen. Das ist das schönste Gefühl meines Lebens und es freut mich so sehr, dass ich dem Team zwei Punkte schenken konnte."

Jacques Villeneuve
"Ich habe in der ersten Runde fünf Plätze verloren, aber nach dem ersten Boxenstopp kam ich besser in Schuss. Der Zweikampf mit Fisichella war gut, aber er ist schwer zu überholen. Er hat sich phasenweise sehr breit gemacht und wenn wir so weitergemacht hätten, wären wir im Kies gelandet, was kein fairer Rennsport ist. Unterm Strich hat sowieso mein Motor den Geist aufgegeben. Zumindest haben wir diese Saison Fortschritte gemacht - zum ersten Mal in der Geschichte von BAR. Nächstes Jahr wird sicher besser. Olivier wünsche ich alles Gute für die Zukunft. Er war ein großartiger Teamkollege."

Olivier Panis
"Nach ein paar Runden spürte ich etwas Ungewöhnliches und ich kam an die Box, um es prüfen zu lassen. Ich fuhr noch eine Runde damit, dann schoben mich die Mechaniker in die Garage und sie erkannten das Problem. Dann bin ich wieder rausgegangen, ich legte noch eine Runde nach, aber das Auto war unfahrbar und ich musste aufgeben. Schade, denn ich wollte mich mit einem guten Resultat vom Team verabschieden. Es ist immer traurig, wenn man eine Mannschaft verlassen muss, mit der man gut gearbeitet hat, aber ich freue mich, dass ich dieses Jahr zu den Fortschritten beitragen konnte. Ich möchte allen - dem Renn- und Testteam und der Mannschaft in der Fabrik - für die letzten beiden Jahre danken. Es war eine schöne Zeit. Die Beziehung zu Jacques war auch sehr gut und ich wünsche ihm und dem Team viel Erfolg."

Jarno Trulli
"Das war ein unglückliches Wochenende, speziell nach dem vielversprechenden Qualifying gestern. Am Anfang hat das Auto gut funktioniert und die Rundenzeiten waren brauchbar, aber vor meinem zweiten Boxenstopp traten mechanische Probleme auf. Noch haben wir den Defekt nicht lokalisiert. Obwohl ich das Rennen nicht beenden konnte, freue ich mich für Jenson, der Sechster wurde. Er war ein guter Teamkollege und wir haben dieses Jahr gut zusammengearbeitet."

Jenson Button
"Großartig, dass ich für mich und das Team noch einen Punkt holen konnte. In dieser Saison ging es ständig auf und ab, aber das ist gut für meine Erfahrung. Es hat Spaß gemacht, mit diesem Team zu arbeiten. Ich wünsche der Truppe alles Gute für nächstes Jahr."

Eddie Irvine
"Heute war einfach kein Grip da und das hat mir das Leben schwer gemacht. Es war ein ehrgeiziges Ziel, Platz sechs gegen die Hondas zu verteidigen. Am Ende hat es nicht gereicht und sie haben es sich verdient. Ich liebe das Fahren in Suzuka, aber heute war es ziemlich zäh, vor allem beim Überholen. Das ganze Wochenende fehlte es uns an Abtrieb, aber mit dem siebenten Platz in der Teamwertung dürfen wir nicht unzufrieden sein, wenn man bedenkt, wie die Saison begonnen hat."

Pedro de la Rosa
"Wieder ein Rennen, das ich am liebsten vergessen würde. Das Auto hat sich dieses Wochenende nie gut angefühlt und unser fehlender Speed kam nicht überraschend für mich, aber mit dem Kraftübertragungsdefekt hätten wir nicht gerechnet. Wir haben uns auf einen schwierigen Grand Prix eingestellt und so kam es dann auch. Bedauerlich, dass wir den sechsten Platz bei den Konstrukteuren verloren haben, aber so ist der Rennsport. Wir haben dieses Jahr viel gelernt und ich freue mich jetzt schon auf 2003."

Alex Yoong
"Ich erwischte die Ampel perfekt, kam super vom Start weg, aber dann quetschte mich de la Rosa ein und ich konnte nicht so viele Positionen gutmachen, wie eigentlich möglich gewesen wäre. In der ersten Runde hatte ich dann auch eine Berührung mit Mark, aber keines unserer Autos wurde dabei beschädigt. Die Balance war nicht schlecht, aber weil die Strecke rutschiger als am Morgen war, übersteuerte das Auto. Leider hatte ich am Nachmittag keine Servolenkung und wenn man ein Übersteuern ausgleichen muss, zehrt das ganz schön. In der zweiten Kurve drehte ich mich einmal und wegen der fehlenden Servolenkung konnte ich nicht schnell genug aufholen. Schade, dass ich nicht angekommen bin, aber mit meiner Leistung bin ich ganz zufrieden."

Mark Webber
"Mir fehlte immer ein wenig Grip und weil Alex weniger Sprit als ich an Bord hatte, konnte er mich am Anfang überholen. Dennoch war mir klar, dass ich den Platz wieder zurückerobern würde. Ich habe aber mein Bestes gegeben und in den letzten Runden ging ich wirklich ans Limit. Da fuhr ich auch meine schnellste Runde. Es war kein leichter Tag, aber ich freue mich für die Mannschaft. Wir sind wieder in die Top-Ten gekommen, was wichtig für uns alle ist."

Mika Salo
"Es war kein besonders aufregendes Rennen, um ehrlich zu sein. Mit dem letzten Reifensatz war etwas nicht in Ordnung, das Auto untersteuerte damit. In der Mitte des Rennens streikte ein Sensor, aber das Team hat die bidirektionale Telemetrie angewendet, um den Defekt zu beheben. Kein außergewöhnlicher Grand Prix, aber zumindest konnte ich beim letzten Auftritt mit diesem Team durchfahren."

Allan McNish
"Ich bin sehr enttäuscht, dass ich dieses letzte Rennen nicht für Toyota bestreiten konnte. Nach dem Unfall habe ich mich über Nacht erholt und am Morgen im Warm-Up fühlte ich mich gut. Als Rennfahrer wäre ich lieber gestartet, aber ich respektiere die Entscheidung des medizinischen Teams der FIA."