Rubens Barrichello
"Ich bin für
mich und für Ferrari glücklich. Es ist unglaublich, Teil dieser
Familie mit einem so fantastischen Rennauto zu sein. Ich möchte auch
Bridgestone danken. Dieses Wochenende haben wir noch enger als üblich
mit ihnen kooperiert. Es war eine Traumsaison und ich denke, wir werden
nächstes Jahr noch stärker sein. Am Anfang habe ich auf Michael
verloren und dann setzte das Auto ständig auf. Da musste ich aufpassen,
nicht in einen Dreher zu geraten und die Reifen nicht zu sehr zu verschleißen.
Nach dem Boxenstopp stimmte die Balance nicht mehr ganz, aber das war das
einzige Problem und damit konnte ich leben. Möglicherweise haben wir
uns mit der Rennabstimmung ein wenig vertan. Der Vorsprung auf die Fahrer
hinter mir war aber groß genug. Mit zwei Siegen in den letzten drei
Rennen bin ich sehr, sehr happy."
David Coulthard
"Natürlich
hätte ich die Saison gerne auf dem Podium beendet, was auch möglich
gewesen wäre, also bin ich enttäuscht. Ich hatte die Pace und
konnte die Fahrer hinter mir abhängen. In der neunten Kurve habe ich
dann aber leider nicht mehr beschleunigen können, weil ein Bereich
des Kontrollsystems den Dienst quittierte. Ich konnte zwar noch an die
Box fahren, aber das Team konnte nichts mehr unternehmen. Jetzt mache ich
erst einmal Pause und am 26. November testen wir dann wieder in Valencia."
Kimi Raikkönen
"Am Start ging
Ralf Schumacher an mir vorbei und ich war zunächst Fünfter. Es
war ein ziemlich geradliniges Rennen, wenn man einmal von einem Problem
mit dem Gaspedal absieht, welches aber vom Kommandostand aus behoben werden
konnte. Zum Schluss kam ich wegen Ralfs Ausfall sogar noch auf das Podium.
In Melbourne habe ich mit Platz drei begonnen, jetzt höre ich mit
Platz drei auf. Es war eine tolle Saison und ich freue mich schon auf das
kommende Jahr mit McLaren-Mercedes."
Ralf Schumacher
"Mein Rennen lief
eigentlich sehr gut heute - mein Auto lag gut, der dritte Platz war vier
Runden vor dem Ziel zum Greifen nah. Von daher ist der Ausfall natürlich
sehr schade. Nun ja, jetzt werden wir unsere Kräfte bündeln und
uns auf die nächste Saison konzentrieren, damit wir näher an
die Spitze herankommen."
Juan Pablo Montoya
"Meine Strategie
war heute, mein Auto sicher ins Ziel zu bringen. Das habe ich gemacht.
Im ersten Teil des Rennens hat mein Auto etwas übersteuert, aber das
wurde nach ein paar kleinen Änderungen beim Boxenstopp besser. Ich
kam den Autos vor mir etwas näher, sah gegen Rennende aber ein, dass
es keinen Sinn macht, weiter ans Limit zu gehen und meinen Platz zu riskieren.
Nach Ralfs Ausfall wurde mir gesagt, ich solle es etwas vorsichtiger angehen,
daran habe ich mich gehalten. Ich freue mich, in meiner zweiten F1-Saison
Dritter in der WM geworden zu sein. Es war eine gute Saison. Schade nur,
dass ich keinen einzigen Sieg erzielt habe."
Nick Heidfeld
"Ich legte einen
sehr guten Start hin und holte von Platz zwölf auf Platz zehn auf,
womit ich sehr happy war. Die Fahrzeugbalance war in den ersten beiden
Rennabschnitten sehr gut, baute dann aber im letzten Drittel spürbar
ab. Ich hätte gerne einen Punkt geholt, aber am wichtigsten war, ins
Ziel zu kommen, was uns gelungen ist. Dem Team gratuliere ich zu Platz
fünf in der Markenwertung."
Felipe Massa
"Ich fuhr in der
Degner-Kurve über die Randsteine und verlor dann im Windschatten von
Villeneuve etwas Downforce, weshalb ich das Auto nicht mehr zurück
auf die Strecke brachte. Schade, dass mein letztes Rennen so enden musste,
aber ich bedanke mich bei Peter Sauber, der mir diese erste Saison in der
Formel 1 ermöglicht hat, und bei all meinen Ingenieuren und Mechanikern."
Giancarlo Fisichella
"Es hat schon schlecht
begonnen, als der Motor meines Einsatzfahrzeugs in der Vorstartphase in
die Luft ging. Ich wechselte ins T-Car, das für Takuma abgestimmt
war, aber die Ingenieure und Mechaniker bauten es schnell für mich
um. Der Start war nicht gut und danach untersteuerte das Auto, was ich
nach dem Warm-Up überhaupt nicht erwartet hatte. Dann ging der Motor
ein. Ich freue mich für Takuma, denn der fünfte Platz ist für
ihn und das Team großartig."
Takuma Sato
"Das war unglaublich!
Ich hatte mir einen Punkt vorgenommen und am Ende wurden es sogar zwei,
was fantastisch für uns ist. Ich schätze sehr, was das Team und
die Mechaniker geleistet haben. Das Auto war sehr gut und auch Strategie,
Reifen und Motor haben wunderbar funktioniert an diesem Wochenende. Das
Publikum war einfach unglaublich. Die Fans gaben mir auf jeder Runde zugewinkt
und ich konnte alles sehen. Das ist das schönste Gefühl meines
Lebens und es freut mich so sehr, dass ich dem Team zwei Punkte schenken
konnte."
Jacques Villeneuve
"Ich habe in der
ersten Runde fünf Plätze verloren, aber nach dem ersten Boxenstopp
kam ich besser in Schuss. Der Zweikampf mit Fisichella war gut, aber er
ist schwer zu überholen. Er hat sich phasenweise sehr breit gemacht
und wenn wir so weitergemacht hätten, wären wir im Kies gelandet,
was kein fairer Rennsport ist. Unterm Strich hat sowieso mein Motor den
Geist aufgegeben. Zumindest haben wir diese Saison Fortschritte gemacht
- zum ersten Mal in der Geschichte von BAR. Nächstes Jahr wird sicher
besser. Olivier wünsche ich alles Gute für die Zukunft. Er war
ein großartiger Teamkollege."
Olivier Panis
"Nach ein paar
Runden spürte ich etwas Ungewöhnliches und ich kam an die Box,
um es prüfen zu lassen. Ich fuhr noch eine Runde damit, dann schoben
mich die Mechaniker in die Garage und sie erkannten das Problem. Dann bin
ich wieder rausgegangen, ich legte noch eine Runde nach, aber das Auto
war unfahrbar und ich musste aufgeben. Schade, denn ich wollte mich mit
einem guten Resultat vom Team verabschieden. Es ist immer traurig, wenn
man eine Mannschaft verlassen muss, mit der man gut gearbeitet hat, aber
ich freue mich, dass ich dieses Jahr zu den Fortschritten beitragen konnte.
Ich möchte allen - dem Renn- und Testteam und der Mannschaft in der
Fabrik - für die letzten beiden Jahre danken. Es war eine schöne
Zeit. Die Beziehung zu Jacques war auch sehr gut und ich wünsche ihm
und dem Team viel Erfolg."
Jarno Trulli
"Das war ein unglückliches
Wochenende, speziell nach dem vielversprechenden Qualifying gestern. Am
Anfang hat das Auto gut funktioniert und die Rundenzeiten waren brauchbar,
aber vor meinem zweiten Boxenstopp traten mechanische Probleme auf. Noch
haben wir den Defekt nicht lokalisiert. Obwohl ich das Rennen nicht beenden
konnte, freue ich mich für Jenson, der Sechster wurde. Er war ein
guter Teamkollege und wir haben dieses Jahr gut zusammengearbeitet."
Jenson Button
"Großartig,
dass ich für mich und das Team noch einen Punkt holen konnte. In dieser
Saison ging es ständig auf und ab, aber das ist gut für meine
Erfahrung. Es hat Spaß gemacht, mit diesem Team zu arbeiten. Ich
wünsche der Truppe alles Gute für nächstes Jahr."
Eddie Irvine
"Heute war einfach
kein Grip da und das hat mir das Leben schwer gemacht. Es war ein ehrgeiziges
Ziel, Platz sechs gegen die Hondas zu verteidigen. Am Ende hat es nicht
gereicht und sie haben es sich verdient. Ich liebe das Fahren in Suzuka,
aber heute war es ziemlich zäh, vor allem beim Überholen. Das
ganze Wochenende fehlte es uns an Abtrieb, aber mit dem siebenten Platz
in der Teamwertung dürfen wir nicht unzufrieden sein, wenn man bedenkt,
wie die Saison begonnen hat."
Pedro de la Rosa
"Wieder ein Rennen,
das ich am liebsten vergessen würde. Das Auto hat sich dieses Wochenende
nie gut angefühlt und unser fehlender Speed kam nicht überraschend
für mich, aber mit dem Kraftübertragungsdefekt hätten wir
nicht gerechnet. Wir haben uns auf einen schwierigen Grand Prix eingestellt
und so kam es dann auch. Bedauerlich, dass wir den sechsten Platz bei den
Konstrukteuren verloren haben, aber so ist der Rennsport. Wir haben dieses
Jahr viel gelernt und ich freue mich jetzt schon auf 2003."
Alex Yoong
"Ich erwischte
die Ampel perfekt, kam super vom Start weg, aber dann quetschte mich de
la Rosa ein und ich konnte nicht so viele Positionen gutmachen, wie eigentlich
möglich gewesen wäre. In der ersten Runde hatte ich dann auch
eine Berührung mit Mark, aber keines unserer Autos wurde dabei beschädigt.
Die Balance war nicht schlecht, aber weil die Strecke rutschiger als am
Morgen war, übersteuerte das Auto. Leider hatte ich am Nachmittag
keine Servolenkung und wenn man ein Übersteuern ausgleichen muss,
zehrt das ganz schön. In der zweiten Kurve drehte ich mich einmal
und wegen der fehlenden Servolenkung konnte ich nicht schnell genug aufholen.
Schade, dass ich nicht angekommen bin, aber mit meiner Leistung bin ich
ganz zufrieden."
Mark Webber
"Mir fehlte immer
ein wenig Grip und weil Alex weniger Sprit als ich an Bord hatte, konnte
er mich am Anfang überholen. Dennoch war mir klar, dass ich den Platz
wieder zurückerobern würde. Ich habe aber mein Bestes gegeben
und in den letzten Runden ging ich wirklich ans Limit. Da fuhr ich auch
meine schnellste Runde. Es war kein leichter Tag, aber ich freue mich für
die Mannschaft. Wir sind wieder in die Top-Ten gekommen, was wichtig für
uns alle ist."
Mika Salo
"Es war kein besonders
aufregendes Rennen, um ehrlich zu sein. Mit dem letzten Reifensatz war
etwas nicht in Ordnung, das Auto untersteuerte damit. In der Mitte des
Rennens streikte ein Sensor, aber das Team hat die bidirektionale Telemetrie
angewendet, um den Defekt zu beheben. Kein außergewöhnlicher
Grand Prix, aber zumindest konnte ich beim letzten Auftritt mit diesem
Team durchfahren."
Allan McNish
"Ich bin sehr enttäuscht,
dass ich dieses letzte Rennen nicht für Toyota bestreiten konnte.
Nach dem Unfall habe ich mich über Nacht erholt und am Morgen im Warm-Up
fühlte ich mich gut. Als Rennfahrer wäre ich lieber gestartet,
aber ich respektiere die Entscheidung des medizinischen Teams der FIA."