Rubens Barrichello
"Es ist fantastisch,
bei unserem Heimrennen einen Doppelsieg zu feiern, weil alle - die beiden
Testfahrer und die Mitarbeiter - hier sind. Eine schöne Gelegenheit,
ihnen etwas für ihre harte Arbeit zurückzuzahlen. Ich werde wahrscheinlich
nie wieder so etwas erleben wie eben auf dem Podium, denn da waren überall
nur Fans. Im Rennen war ich zunächst verwirrt über meine Führung.
Ich sah Ralf langsamer werden und zog innen an ihm vorbei. Dann hing ich
mich in den Windschatten von Montoya und ging auch an ihm vorbei. Es war
eine perfekte Runde und ich wurde immer schneller, konnte voll attackieren.
Ich denke, zwei Stopps waren heute die bessere Option. Ich möchte
allen danken, speziell dem Testteam und Bridgestone, die einen großartigen
Job gemacht haben und nach dem Test noch bessere Reifen mitbrachten. Bevor
wir jetzt nach Hause fahren, werden wir sicher noch eine Riesenparty feiern."
David Coulthard
"Nicht die ideale
Art und Weise, um die Europasaison zu beenden, aber es gibt Positives und
Negatives. Nach dem Start bin ich in der ersten Schikane mit Kimi kollidiert,
weil er auf einmal langsamer wurde, um einem Konkurrenten auszuweichen.
Da konnte ich nicht schnell genug reagieren. Folglich musste ich an die
Box kommen, um eine neue Nase abzuholen, und danach war es eine einzige
Aufholjagd. Als ich überrundet wurde, war ich den Führenden gegenüber
sehr vorsichtig, was im Nachhinein Zeit und vielleicht einen Punkt gekostet
hat."
Kimi Raikkönen
"Ich lag nach dem
Start vor Eddie Irvine und es war eigentlich nur eine Frage des Durchkommens.
Wenn ich ins Ziel gekommen wäre, hätte wohl der dritte Platz
herausgeschaut, aber das sind eben so Dinge, die man nicht unter Kontrolle
hat. Jetzt freue ich mich auf die beiden letzten Rennen der Saison."
Ralf Schumacher
"Der Start war
sehr merkwürdig. Juan kam schlechter weg als ich, davon habe ich in
der ersten Schikane profitiert und ging in Führung. Die FIA sagte
dem Team, dass ich mit Juan die Plätze tauschen soll. Sam Michael
teilte mir das über Funk mit, also fuhr ich langsamer, um Juan vorbei
zu lassen. Wenig später ging der Motor kaputt. Normalerweise sind
unsere BMW-Motoren standfest, wir werden untersuchen, was heute schief
ging. Es ist wirklich schade, mein Auto war sehr schnell, vor allem, wenn
man das Gewicht aufgrund des vollen Tanks bedenkt."
Juan Pablo Montoya
"Ich hatte keinen
guten Start, der Motor wäre mir beinahe abgestorben. Ralf hat mich
beim Anbremsen überholt und fuhr dann in der Schikane geradeaus. Es
ist sehr schade, dass ich später ein Problem mit meinem Chassis bekam
und aufgeben musste. Ich hätte Dritter werden können, ich war
schneller als Kimi Raikkonen. Ferrari war uns im Rennen klar überlegen.
Aber es hilft nichts, zu klagen. That’s Racing."
Nick Heidfeld
"Dank meiner Zwei-Stopp-Strategie
konnte ich am Start den einen oder anderen Platz gutmachen, aber dann kam
de la Rosa vor mir nur sehr langsam aus der ersten Schikane heraus, ich
wurde aufgehalten und konnte den Schwung nicht mitnehmen. In der nächsten
Runde bremste ich Villeneuve aus, aber danach war es schwierig, noch weiter
nach vorne zu fahren."
Felipe Massa
"Ich hatte genug
Sprit für nur einen Stopp an Bord, also hatte ich anfangs einen Nachteil.
Trotzdem kam ich brauchbar weg. In Runde 15 hat de la Rosa die Schikane
abgekürzt, aber anstatt mich durchzulassen, machte er die Tür
zu und er blieb vorne. Er war dann vor der Ascari so langsam, dass ich
in die Mitte ausscherte. Für meine Begriffe war ich an ihm vorbei.
Vielleicht ist er plötzlich wieder aufs Gas gestiegen. Jedenfalls
haben wir uns berührt und dabei wurde entweder meine Hinterradaufhängung
oder der Reifen beschädigt, weshalb ich eine Runde später ausrollte.
Das einzig Gute heute war, dass ich der erste Fahrer sein durfte, der HANS
einsetzte. Es gab damit überhaupt keine Schwierigkeiten."
Giancarlo Fisichella
"Leider ist unsere
Launch-Control noch immer problematisch und heute habe ich deswegen alleine
am Start vier oder fünf Positionen verloren. Das ist überhaupt
nicht gut. Mein Rennen verlief dezent, aber ich gab alles, was nicht gerade
einfach war mit so viel Benzin im Tank. Die Fahrzeugbalance war nicht einmal
so schlecht und Rang vier oder fünf wäre möglich gewesen,
wenn wir nicht eine so schlechte Launch-Control hätten."
Takuma Sato
"Die Anfangsphase
war wirklich schwierig. Ich hatte ehrlich Schwierigkeiten, irgendwie auf
die Pace zu kommen. Das Auto war alles andere als einfach zu fahren und
ich habe ungemein viel Zeit liegen gelassen. Nach dem Boxenstopp lief es
viel besser und bis 15 Runden vor Schluss oder so fühlte ich mich
sehr wohl. Es war ein hartes Rennen."
Jacques Villeneuve
"Für mich
war es sein sehr enttäuschendes Rennen nach einem so guten gestrigen
Qualifyings. Ich hatte keinen guten Start und ich steckte im falschen Teil
der Strecke, mit Autos überall und habe daher Plätze verloren.
Die Strategie hier war schwer, und wie meistens hier, haben wir uns für
eine Einstopp-Strategie entscheiden. Letztendlich fuhren wir zu viel Flügel
und ich konnte hinter keinem auf den Geraden den Schatten nutzen. Glückwunsch
an Olivier, er brachte die Zweistopp-Strategie zum Erfolg und hat einen
wohlverdienten Punkt für das Team geholt."
Olivier Panis
"Ich bin absolut
erfreut über den heutigen 6. Platz. Einen Punkt zu bekommen, wenn
mal als 16. startet ist fantastisch für uns. Es war ein hartes Rennen
mit viel Action aber ich riskierte eine Zweistopp-Strategie und sie hat
funktioniert. Ich sprach vorher mit dem Team und sagte, dass ich angreifen
möchte uns Teil des Rennens sein will. Ich hatte einen klasse Start
und machte sieben Plätze gut, von da an wusste ich, dass ich einen
großartiges Resultat erreichen kann. Ich hatte viel Spaß heute
und konnte das Meiste aus den Überholmöglichkeiten machen. Die
Stopps liefen gut, die Jungs leisteten die gewohnt fantastische Arbeit,
damit ich wieder vor Fisichella auf die Strecke kam. Ich freue mich für
sie. Jeder Punkt zählt und es ist ein sehr wichtiges Ergebnis für
uns, in diesem Stadium der Saison. Ich freue mich schon jetzt auf Indianapolis.
Honda wird mehr Motoren der letzten Ausbaustufe haben, die in Sachen Leistung
und Standfestigkeit in den letzten zwei Rennen recht gut aussah."
Jarno Trulli
"Ich dachte schon,
ich hätte am Start alles verloren. Ich musste ganz hinten losfahren,
weil sich vor der Aufwärmrunde der erste Gang nicht richtig einlegen
ließ, als ich den Launch-Prozess abgeschlossen hatte. Der vierte
Platz kam sehr unerwartet. Salo hat mich im ersten Teil des Rennens aufgehalten,
also kam ich etwas früher zum Boxenstopp. Das war ganz klar die richtige
Entscheidung und ich konnte noch ein paar Punkte sammeln. Ich möchte
dem ganzen Team und speziell Jenson danken, denn er hat mich nach den Stopps
durchgelassen, so dass ich Jagd auf Irvine machen konnte. Auch die Motorenleute
verdienen Anerkennung, denn es gab beim Test gewisse Probleme mit der Zuverlässigkeit,
aber heute haben wir beide Autos ins Ziel gebracht. Ich freue mich nicht
nur für Jenson und mich selbst, sondern bin auch stolz auf das gesamte
Team."
Jenson Button
"Kein schlechtes
Rennen, noch dazu mit einem unerwarteten Resultat. Um ehrlich zu sein,
war es nicht besonders aufregend für mich. Nach dem Start musste ich
erst meinen Rhythmus finden und es nicht übertreiben, auf die Drehzahlen
achten und präzise fahren. Wir haben die Strategie geändert,
was sich auszahlte, da wir vor Salo wieder auf die Strecke kamen. Das Auto
war nicht perfekt, weil ich erst Untersteuern und nach dem Boxenstopp dann
starkes Übersteuern hatte. Trotzdem konnte ich mir Panis vom Leib
halten. Dieses Ergebnis erinnert mich ein wenig an Hockenheim letztes Jahr,
denn damals brachten wir auch beide Autos auf einem Kurs in die Punkte,
der uns eigentlich nicht wirklich lag."
Eddie Irvine
"Es ist großartig,
nach so langer Zeit wieder auf dem Podest zu stehen und ich bin mit dem
Resultat für das Team sehr glücklich. Der Jaguar R3 war das ganze
Wochenende stark und ohne Zweifel hat auch das Team einen exzellenten Job
gemacht. Je länger man weg war, desto süßer ist der Geschmack
des Erfolges und das hier ist einfach für jeden bei Jaguar fantastisch.
Es war ein hartes Rennen, und von Anfang an habe ich auf einen Podestplatz
abgezielt. Das Auto war das ganze Rennen über schnell und ich hatte
keinerlei Probleme. Als ich sicher auf dem dritten Platz lag, lehnte ich
mich etwas zurück um das Auto, speziell die Bremsen, zu schonen. Circa
fünfzehn Runden vor Schluss teilte mir das Team mit, dass ich wieder
schneller fahren solle, da Trulli hinter mehr immens Zeit auf mich gutmachte.
Ich gab wieder mehr Gas bis zum Schluss des Rennens. Ein Podiumsplatz ist
einfach fantastisch und nach Monaco gibt es keinen besseren Platz dafür
ihn zu erreichen. Die Erleichterung war jedem ins Gesicht geschrieben;
ich verdanke dieses Ergebnis auch der Belegschaft der Fabrik in Milton
Keynes, die in diesem Jahr nicht sehr viele gute Nachrichten zu hören
bekamen. Unter der Führung von Niki (Lauda) und Günther (Steiner)
hat das Team einen unglaublichen Job gemacht, den Jaguar R3 in ein konkurrenzfähiges
Fahrzeug zu verwandeln. Alles außer dem Chassis wurde seit Beginn
der Saison verändert und neu gebaut - alles, die Aufhängung,
der Unterboden, der Motor und natürlich auch die Aerodynamik. Die
Formel 1 braucht Jaguar und Jaguar braucht die Formel 1. Heute hat man
das gesehen, mal schauen, was wir in den letzten zwei Rennen erreichen
können."
Pedro de la Rosa
"Ich freue mich
für das Team, doch ich bin enttäuscht darüber dass ich nicht
etwas zum Ergebnis beitragen konnte. Mein Rennen begann schon schlecht,
denn gleich in der ersten Schikane schaltete das Auto die Neutral-Stellung
In der Zeit die ich benötigte um den Gang wieder richtig einzulegen,
waren die anderen schon an mir vorbei und ich war am Ende der ersten Runde
nur 15. Nichtsdestotrotz wusste ich über den guten Speed des Autos
und begann Druck zu machen. Mir gelang es dann auf Platz 14 zu fahren und
anschließend hing ich hinter Massa fest, der die unerklärlichsten
Dinge vor mir auf der Strecke tat die ich je gesehen habe. Er fuhr ständig
kreuz und quer und jedes Mal, wenn ich ihn versuchte zu überholen,
blockierte er mich. Meine Geduld war dann schnell vorüber und ich
setzte zu einem Überholmanöver in der Ascari-Schikane an, wo
er wieder neben mich zog und meinen Frontflügel dabei in der 15. Runde
beschädigte. Ich hatte danach keine andere Möglichkeit als aufzugeben
und den Vorfall den Stewards zu melden, die sich sein Verhalten genau anschauten.
Die tolle Geschichte des heutigen Tages ist aber die, dass es dem Team
gelungen ist in der Konstrukteurswertung auf Platz 6 vorzupreschen und
das zählt nun einmal am meisten. Eddie hat heute wirklich einen beeidruckenden
Job getan und ich hoffe in den letzten beiden Rennen auch noch etwas für
den Zählerstand unseres Punktekontos tun zu können."
Alex Yoong
"Zu Beginn des
Rennens war mein Auto okay, wenngleich ich in den ersten drei Runden großes
Untersteuern hatte, welches im weiteren Verlauf des Rennens jedoch verschwand",
erklärte Alexander Yoong nach dem Rennen. "Nachdem die Positionen
erst einmal bezogen waren, lief auch alles gut. Ich lag vor Sato und konnte
ihn ohne Anstrengungen hinter mir halten. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich,
dass es möglich sein müsste ihn im Rennen zu schlagen. Als ich
dann zu meinem Boxenstopp in die Boxengasse fuhr, konnte ich jedoch nicht
losfahren, denn wir hatten wohl ein Elektronikproblem, weshalb der Motor
ausging. Wir schoben das Auto in die Garage und es dauerte ein paar Minuten
das Problem zu lokalisieren, doch am Ende war es sehr einfach. Nachdem
wir es behoben hatten ging ich wieder auf die Strecke und gab in den verbleibenden
Runden mein Bestes."
Mark Webber
"Ich hatte einen
ganz anständigen Start und versuchte Sato in der Parabolica in der
ersten Runde zu schnappen. Nachdem ich mir mit Alex dann in der Schikane
in die Quere gekommen war, konnte ich wieder den Jordan jagen. Zu diesem
Zeitpunkt funktionierte mein Auto sehr gut, doch plötzlich verlor
ich den Antrieb. Das ist das erste Mal in diesem Jahr, dass ich zwei Mal
hintereinander nicht ins Ziel gekommen bin, weshalb wir vor dem Rennen
in Indianapolis die Zuverlässigkeit auf die Reihe bekommen müssen.
Ich bin dort noch nie zuvor gefahren, doch die Strecke ist schon auf Grund
ihrer Motorsport-Vergangenheit sehr besonders und ich freue mich darauf."
Mika Salo
"Das war ein ziemlich
desaströses Rennen. Ich hatte starkes Übersteuern, weil der erste
Reifensatz extrem Blasen zog. Mein erster und einziger Boxenstopp lief
an und für sich gut, aber beim Rausfahren hatte ich die Augen am Rückspiegel
und dabei überfuhr ich die weiße Linie. Man hat mir dafür
eine Durchfahrstrafe gegeben. Das hat mein Rennen ruiniert und ich wurde
nur Elfter. Ohne Strafe hätte ich heute Punkte geholt. Ich bin nicht
glücklich."
Allan McNish
"Es sieht nach
einem Defekt der Vorderradaufhängung aus. Zum ersten Mal ist mir das
schon gleich zu Beginn des Rennens aufgefallen, weil sich das Auto beim
Anbremsen der Ascari-Schikane sehr unruhig angefühlt hat. Leider wurde
es immer schlimmer und an der Box konnten wir nichts dagegen unternehmen,
also schied ich aus. Ich hatte einen großartigen Start und war nach
zehn Runden Sechster. Es ist sehr enttäuschend, in den Punkten liegend
auszuscheiden. Heute war eine echte Chance da."