Michael Schumacher
"Von diesem Resultat habe ich schon lange
geträumt. In den letzten drei Jahren hatte ich mit Ferrari viele Erfolge,
aber in Hockenheim klappte es irgendwie nie. Mir bedeutet das wirklich
viel und in der letzten Runde all die Fans sehen zu können, ist wie
ein Traum für mich, der endlich wahr wird - speziell nach dem Gewinn
der Weltmeisterschaft. Jetzt, nach sieben Jahren auf Ferrari, endlich in
Deutschland zu gewinnen - da fehlen mir die Worte. Ich danke Gott. Das
Team hat einen fantastischen Job gemacht. Im ersten Stint lieferte ich
mir einen tollen Zweikampf mit Ralf, aber ich war besorgt über die
Reifen, weil sich darauf Blasen gebildet haben. Nach dem Stopp waren die
Reifen dann sehr gut und ich konnte voll angreifen. Zum Schluss ließ
ich es ruhig angehen und nachdem Ralf noch einmal an die Box musste, konnte
ich den Sieg nach Hause fahren. Jetzt werde ich die Pause mit meiner Familie
verbringen und die Batterien wieder richtig aufladen. Es bleibt noch die
Konstrukteurswertung zu gewinnen."
Rubens Barrichello
"Ein sehr schwieriges Rennen. Auf meiner
Fahrt zur Startaufstellung fühlte sich irgendetwas nicht ganz richtig
an, also entschied ich mich für einen Wechsel ins T-Car. Nach dem
Start war das Auto gut, aber ich konnte nicht an Ralf vorbeigehen. Beim
zweiten Boxenstopp ist dann die Tanköffnung nicht aufgegangen. Das
hat wertvolle Zeit und einen Podestplatz gekostet. Wieder auf der Strecke
wollte ich dann nur noch das Auto ins Ziel tragen."
David Coulthard
"Verglichen mit Magny-Cours war das ein
schlechtes Wochenende, aber mehr als Platz fünf war nicht drin. Ich
habe am Start einige Positionen gewonnen, büßte dann aber hinter
Trulli Zeit ein. Einmal an ihm vorbei musste ich nur noch das Auto auf
der Strecke halten und auf die Zuverlässigkeit hoffen. Mein erster
Reifensatz hat ein paar Blasen gezogen und so stellten wir beim ersten
Boxenstopp einige Kleinigkeiten um. Im mittleren Stint war ich ziemlich
schnell, aber es ging einfach nicht mehr als diese zwei Punkte. Ich denke,
jetzt freuen sich alle auf die Pause."
Kimi Raikkönen
"Ich kam gut weg und setzte mich vor Montoya.
Wir hatten einen grandiosen Zweikampf, fuhren von der sechsten bis zur
zwölften Kurve Rad an Rad, aber dann musste ich ihn durchlassen, weil
er einfach schneller war. Ich lag komfortabel an fünfter Stelle, aber
dann platzte ein Hinterreifen und ich schleppte mich irgendwie zurück
an die Box. Leider wurde das Auto bei all dem beschädigt - am Bodywork,
am Unterboden und an den Bremsen. Die Rundenzeiten waren dennoch ganz gut,
aber in der 62. Runde habe ich mich ins Aus gedreht."
Ralf Schumacher
"In Anbetracht der Probleme, die ich heute
hatte, kann ich mit Platz drei sehr zufrieden sein. Ein paar Sachen sind
schief gegangen. Erst wurde ich von Trulli aufgehalten, dann fuhr Villeneuve
langsam vor mir her, als ich zu meinem ersten Boxenstopp fuhr. Schließlich
musste ich noch zu einem Extrastopp, weil Luft für die pneumatische
Ventilsteuerung nachgefüllt werden musste. Auf jeden Fall sind die
Plätze zwei und drei für unser Team ein schönes Ergebnis."
Juan Pablo Montoya
'"ch hatte nicht mehr damit gerechnet, heute
noch Zweiter zu werden. Diesen Platz habe ich dem Pech von Rubens und Ralf
zu verdanken. Aber so ist der Rennsport eben, solche Dinge passieren. Dies
ist mein bestes Ergebnis seit sieben Rennen. Und das, obwohl ich zuletzt
fünfmal von der Pole-Position gestartet bin. Der Kampf mit Raikkonen
war sehr unterhaltsam. Nachdem er mich beim Start überholt hatte,
gab es ein paar Gelegenheiten, ihn anzugreifen. Sie erschienen mir aber
zu risikoreich. Dann sagte mir das Team, dass ich es schaffen könnte,
und gab mir kurzfristig mehr Drehzahl. Dadurch hatte ich die Power, um
ihn zu überholen. Aber auch er hatte eine gute Beschleunigung. Ich
war erst vorbei, als er einen Fehler machte."
Nick Heidfeld
"Der Start des Rennens war ziemlich hektisch,
so viel Verkehr. Es hat eine Weile gedauert, bis ich meinen Rhythmus fand,
aber danach lief das Auto gut - abgesehen von leichtem Untersteuern. Nur
einmal hatte ich ein Problem, als ich im Motodrom in die Wiese rutschte.
Ich weiß noch nicht, ob das mein Fehler war oder ob dort Öl
lag. So oder so ist es schön, beim Heimrennen in den Punkten zu sein."
Felipe Massa
"Mein erster Stint war fantastisch, ich
konnte viele Autos überholen und fuhr auch vor Nick. Heute habe ich
bewiesen, dass ich auch in der Formel 1 gut fahren kann. Schön für
das Team, dass wir einen Punkt geholt haben, obwohl ich das natürlich
lieber für sie erledigt hätte."
Giancarlo Fisichella
"Beim ersten Boxenstopp hatte ich ein Problem
mit der Kupplung und das Team hatte Schwierigkeiten mit dem rechten Vorderrad,
was klarerweise viel Zeit kostete. Das Auto lief gut, aber umso mehr bedaure
ich das. Ich bin enttäuscht über den Ausfall, aber wir steigern
uns. Ich freue mich auf das nächste Rennen."
Takuma Sato
"Der achte Platz ist mein bisher bestes
Resultat. Schade, dass ich nicht in die Punkte gekommen bin, aber ich arbeite
mich langsam ran. Das Rennen war aufregend, ich konnte ein paar Überholmanöver
machen und es waren ein paar wirklich dramatische Szenen dabei. Es hat
Spaß gemacht. Die Boxenstrategie haben wir hervorragend umgesetzt.
Am Schluss ist die Stabilität verloren gegangen, aber ich fuhr weiter.
Unsere Form wird jedenfalls immer besser."
Jacques Villeneuve
"Als Team waren wir konkurrenzfähig,
aber dieses Wochenende war nicht einfach. Bis zum ersten Boxenstopp hat
das Auto arg übersteuert, erst danach wurde es besser. Mein Rennen
kam dann in Schwung und ich war schneller als die meisten meiner Konkurrenten,
aber nachdem ich ein paar Fahrzeuge überholt hatte, meldete sich das
Getriebe ab. Es gab aber ein paar positive Anzeichen. Der Motor hat gut
funktioniert und ich hoffe, dass wir ihn für den Rest der Saison noch
weiter verbessern können. Das Team hat dieses Jahr hart gearbeitet,
verdient sich jetzt diese Pause. Es gibt noch immer viel zu tun, speziell
wegen der Vorbereitung auf das nächste Rennen, aber wir werden es
etwas ruhiger angehen lassen. Ungarn ist ein sehr anstrengendes Rennen
und ich werde nicht nur mit Elly Urlaub machen, sondern auch mit meinem
Trainer Erwin Zeit verbringen."
Oliver Panis
"Nach so einem guten Wochenende bin ich
klarerweise sehr enttäuscht. Am Start habe ich ein paar Plätze
verloren, aber danach arbeitete ich mich wieder ein wenig nach vorne. Von
Anfang bis Ende war mein Rennen ein großartiger Fight und als ich
einmal durch das Pulk war, konnte ich voll attackieren. Das Auto hat sich
bis zum ersten Boxenstopp gut angefühlt, aber dann spürte ich
etwas Merkwürdiges und ich wusste, dass es sich dabei nur um den Motor
handeln kann. Schade, denn ich war hier sehr konkurrenzfähig. Mit
dem siebenten Startplatz war ich sehr zufrieden und ich hatte ein gutes
Gefühl. Zum Zeitpunkt des Ausfalls lag ich in den Punkten und wir
werden nie erfahren, wie es noch gelaufen wäre. Am wichtigsten ist
aber, dass wir von Honda hier große Fortschritte gesehen haben. Das
Auto war hier wirklich schnell und so freuen wir uns auf die verbleibenden
Rennen. Wie immer hat das Team einen großartigen Job gemacht und
ich gönne ihnen die Pause. Ich selbst freue mich auch auf den Urlaub,
den ich mit meiner Familie verbringen werde."
Jarno Trulli
'"ch bin extrem enttäuscht. Ich habe
einen guten Start hingelegt und konnte ein paar Runden mit den Führenden
mithalten, aber danach verlor ich wegen der Reifen Zeit und ich musste
früher als geplant zum Boxenstopp. Warum ich eine Durchfahrstrafe
bekommen habe, verstehe ich überhaupt nicht, denn das Team hat mich
über Funk gewarnt und ich denke, dass ich Ralf ausreichend Platz gelassen
habe. Der Ausfall war meine Schuld, denn ich war knapp hinter Giancarlo
und habe den Bremspunkt übersehen. Ich konnte nichts mehr tun, musste
eine Kollision vermeiden."
Jenson Button
"Was soll ich sagen? Ich hatte Untersteuern,
möglicherweise wegen eines Problems mit dem Differential. Danach ging
Motorleistung verloren. Wir wollten das Problem lösen, indem wir die
Traktionskontrolle ausschalteten, aber dadurch war das Auto natürlich
noch schwieriger zu fahren. Dann ist der Motor endgültig ausgefallen.
Ein Wochenende zum Vergessen."
Eddie Irvine
"Ein schwieriges Rennen, in dem ich ein
Problem nach dem nächsten hatte. Der Start war sehr gut, aber nach
sechs Runden lag ich hinter Button und der hatte offensichtlich irgendwelche
Schwierigkeiten. Als ich ihn überholen wollte, drehte ich mich in
der Haarnadel wegen eines Ausfalls der Traktionskontrolle. Ich kam als
18. auf die Strecke zurück, aber damit noch nicht genug. In der 13.
Runde hatte ich ein ähnliches Problem und daraufhin schaltete ich
die Traktionskontrolle einfach ab. Zusätzlich hatte ich heute wenig
Grip, was allen Fahrern so gegangen sein dürfte. Ich mag das neue
Streckenlayout, aber es gab dieses Wochenende nie viel Grip. Ich habe alles
gegeben und schied dann mit einem Bremsproblem in Runde 57 aus."
Pedro de la Rosa
"Wenn man bedenkt, dass mein Rennen noch
vor der zweiten Runde beendet war, habe ich nicht viel zu sagen. Der Start
war okay, aber als ich aus der zweiten Kurve herausbeschleunigte, hatte
ich im siebenten Gang keinen Vortrieb mehr. Ich hatte keine Wahl, musste
aufgeben. Ein bisschen trauere ich dem Rennen nach, weil ich auf den härteren
Reifen war. Noch enttäuschter bin ich angesichts der Tatsache, dass
nur neun Autos ins Ziel gekommen sind."
Heinz-Harald Frentzen
"Ich habe keine Ahnung, was am Start passiert
ist. Der Motor ist abgestorben und eigentlich war das Rennen damit schon
gelaufen. Als ich an die Box kam, konnte ich die Gänge nicht mehr
richtig einlegen und das Team hat mir dann gesagt, dass es ein hydraulisches
Problem gibt. Dann habe ich aufgegeben. Enttäuschend, dass so etwas
beim Heimrennen passiert, aber dagegen kann man nichts machen."
Enrique Bernoldi
'"ch hatte heute ein gutes Rennen und war
mitten in einer großen Gruppe im Mittelfeld. Ich hatte wenig Flügel
drauf und obwohl ich auf den Geraden schneller war, konnte ich in den Kurven
nicht wirklich mithalten. Sehr schade, denn das Potenzial war da. Jetzt
wird es eine kurze Pause geben, in der wir hart arbeiten werden. In Ungarn
sind wir fit wieder dabei."
Mark Webber
"Sehr schade, weil wir uns am Freitag für
die härtere Reifenmischung entschieden haben, weil wir mit einem Hitzerennen
rechneten. Die Abstimmung haben wir schonend für die Hinterreifen
ausgelegt und meine Jungs haben mir ein Auto hingestellt, mit dem ich gut
im Rennen mithalten konnte. Ich konnte in einem Paket mit Toyota, Arrows,
Jordan und Sauber mithalten. Zum ersten Mal in diesem Jahr trat dann so
ein Problem auf, aber mittlerweile verstehen wir, wie der Hydraulikdruck
verloren gehen konnte. Solche Probleme treten im Rennsport hin und wieder
auf und deshalb konzentrieren wir uns schon auf Ungarn. Schön, dass
die Mitarbeiter jetzt einmal Pause machen können, denn das haben sie
sich verdient."
Mika Salo
"Ich bekam keinen sehr guten Start hin und
der erste Stint war auch sehr durchschnittlich, das Auto hat übersteuert.
Wir haben den Frontflügel beim ersten Boxenstopp ausgetauscht und
danach lief es besser. Vom 19. Startplatz aus kann man sowieso nicht viel
erwarten, aber für uns war es nach den letzten Ausfällen wichtig,
überhaupt ins Ziel zu kommen."
Allan McNish
"Als ich nach meinem geplanten Boxenstopp
aus den Boxen gefahren bin, hat das Auto nicht mehr richtig beschleunigt.
Ich wollte das Auto noch zurück in die Box schleppen, aber auf der
Gegengerade rollte ich leider aus. Anscheinend war es ein Hydraulikproblem.
Es hat gerade angefangen, gut zu laufen. Es wäre sicher ein nettes
Rennen geworden. Keine Frage, das ist frustrierend."