Michael Schumacher
"Das ist ein spezieller
Erfolg für mich, weil ich hier noch nicht so oft gewonnen habe und
weil es mein insgesamt 60. Sieg ist. Die Situation in der Meisterschaft
ist ebenfalls ideal. Mit dem Regen hätten wir nicht gerechnet. Obwohl
es nie konstante Bedingungen gab, lag das Auto wunderbar - nur im Regen
war es nicht ganz perfekt. Ich muss auch sagen, dass die Intermediates
super funktioniert haben - als es fast trocken war und auch im Nassen.
Daran haben wir mit Bridgestone gearbeitet und heute hat das Paket eben
super funktioniert. Die eigentliche Frage war heute, wann welcher Reifen
die beste Wahl sein würde. Ich selbst war mir nicht sicher, aber Ross
hat die richtigen Entscheidungen für mich getroffen. Die Bedingungen
waren schwierig, speziell als die Intermediates bei abtrocknender Piste
immer mehr abbauten."
Rubens Barrichello
"Das ist ein fantastisches
Resultat für das Team und das Beste, was heute für mich möglich
war. Was das Problem vor der Aufwärmrunde war, weiß ich noch
nicht genau. Als ich mich hinten anstellen musste, blieb ich einfach ruhig,
denn ich wusste, dass ich an den Leuten vorbeigehen muss, um überhaupt
noch in die Punkte zu kommen. Ich habe mich konzentriert, ging an den Gegnern
vorbei und hatte ein paar Mal beim Überholen Glück, weil ich
viel schneller war als die Konkurrenten. Da hätte es auch einmal krachen
können. Alles ist gut gelaufen und Bridgestone war fantastisch. Der
Dreher passierte, weil ich im Regen einen Randstein berührte. Die
Hinterreifen waren schon ziemlich abgefahren, als das passierte. Der Fight
mit Juan Pablo war fair und hat Spaß gemacht. In Club habe ich Speed
verloren, aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass er an mir vorbeiziehen
würde. Am Ausgang wollte ich ihn wieder überholen, aber ich musste
noch ein paar Runden damit warten."
David Coulthard
"Es war ein schrecklicher
Nachmittag für das gesamte Team. Beim ersten Boxenstopp habe ich über
Funk mein Kommen angekündigt, aber während mich die Mechaniker
hören konnten, wurde die Funkübertragung an den Kommandostand
durch das digitale TV-Signal beeinträchtigt. Als mir das Team gesagt
hat, dass ich reinkommen sollte, war ich schon an der Boxeneinfahrt vorbei.
Nach unseren Informationen hätte der Regen dann aufhören sollen,
also blieb ich noch eine Runde draußen, aber es wurde nur noch schlimmer.
Wir hatten immer die falschen Reifen zur falschen Zeit drauf. Darüber
hinaus fielen mir schon vor dem Rennen Bremsprobleme auf, die wir vor dem
Start nicht mehr beheben konnten, und bei Club fiel es mir immer besonders
schwer, nicht von der Strecke abzukommen. Ich drehte mich viermal oder
so. Um ehrlich zu sein, würde ich diesen Grand Prix am liebsten vergessen."
Kimi Raikkönen
"Mein Start war
so gut und ich war so schnell wie die Führenden. In der dritten Runde
ging ich an Ralf Schumacher vorbei und es sah sehr gut für mich aus,
bis es zu regnen anfing. Ich habe sofort die Box angesteuert, habe aber
die Crew nicht rechtzeitig informiert und so verloren wir etwas Zeit. Das
hat uns total aus dem Rhythmus gebracht. In der 45. Runde hat dann ein
Motorproblem mein Rennen beendet."
Ralf Schumacher
"Zu Beginn und
auch im Regen lief es eigentlich recht gut. Wir waren eindeutig die bestplatzierten
Fahrer mit Michelin-Reifen und ich hatte sehr gute Chancen auf Punkte.
Dann hat leider wieder einmal - wie schon vor einem Monat in Kanada - die
Tankanlage gestreikt. Damit war mein Rennen gelaufen. Ich bin natürlich
sehr enttäuscht."
Juan Pablo Montoya
"Bei diesen Wetterbedingungen
war es ein verrücktes Rennen. Mein Start war nicht schlecht und ich
konnte Michael Schumacher eine Weile hinter mir halten, aber dann hat er
mich überholt und ist auch gleich davongezogen. Anschließend
kam der Regen und hat das Rennen entschieden, weil wir mit unseren Reifen
nicht mithalten konnten. Wir haben schon große Fortschritte für
Regenrennen erzielt, müssen uns aber noch weiter verbessern. Als die
Strecke abtrocknete, konnte ich wieder etwas aufholen. Es tut gut, ins
Ziel gekommen zu sein und ein paar Punkte für das Team geholt zu haben."
Nick Heidfeld
"Aus irgendeinem
Grund ist der erste Satz Trockenreifen in den ersten Runden nicht auf Temperatur
gekommen. Ich hatte Untersteuern und das Auto war auf der Bremse sehr schlecht,
weshalb ich viele Positionen verloren habe. Mit den Intermediates lief
es dann besser, vor allem auf ganz nasser Strecke, und beim zweiten Stopp
habe ich mir noch einen Satz Intermediates geholt. Am Ende waren sie fast
ganz abgefahren, aber das Auto lag gut damit und ich konnte bis zum Schluss
angreifen. Ich freue mich über den Punkt."
Felipe Massa
"Am Start war Villeneuve
wirklich langsam und ich musste einen Bogen um ihn fahren. Leider musste
ich deswegen auf das Gras und ich drehte mich, aber es kam zumindest zu
keiner Kollision. Die Strecke war am Anfang sehr rutschig, aber ich kam
schon in der zwölften Runde rein, um Intermediates aufziehen zu lassen,
was früher als die meisten anderen Fahrer war, und so konnte ich Zeit
gutmachen. Auch beim zweiten Stopp habe ich mich für Intermediates
entschieden, aber die bauten dann so schnell ab, dass ich nach zehn weiteren
Runden gezwungen war, Trockenreifen zu wählen. Ich war schneller als
viele Leute vor mir, war aber für Punkte schon zu weit hinten."
Giancarlo Fisichella
"Der siebente Platz
ist okay, obwohl es fantastisch gewesen wäre, in die Punkte zu fahren.
Ich bin gut gefahren, aber mit den harten Trockenreifen hatte ich wenig
Grip. Es war rutschig und das Auto ließ sich sehr nervös fahren.
Es war nicht leicht, aber ich habe mein Bestes gegeben und das Team auch.
Unser Problem heute war der 17. Startplatz."
Takuma Sato
"Das heutige Resultat
ist eine Schande, speziell nach dem guten Warm-Up. Als es stark zu regnen
begann, wollte ich die Reifen wechseln lassen, aber das Team teilte mir
mit, dass Giancarlo schon an der Box stand, also musste ich noch eine Runde
weiterfahren. Das war eine entscheidende Phase, in der ich viel Zeit verloren
habe. Danach war das Handling mit Intermediates sehr gut und mit den Trockenreifen
lief es ähnlich gut weiter. Dann ist der Motor eingegangen. Das ist
frustrierend, aber man kann nichts dagegen machen. Nächstes Rennen,
bitte..."
Jacques Villeneuve
"Es hat lange genug
gedauert, aber das heutige Resultat ist fantastisch für das Team.
Es war ein schwieriges Rennen und beide Autos bei solchen Bedingungen in
den Punkten ins Ziel zu bringen, ist großartig. Ich hatte hier drei
gute Tage, konnte das Auto in jeder Session besser machen. Zum ersten Mal
in dieser Saison waren wir zuversichtlich, auch ohne Glück Punkte
holen zu können. Wir waren konkurrenzfähig genug und das Auto
passte gut auf diese Strecke. Die zwei Boxenstopps sind glatt gelaufen
und bei den Reifen haben wir uns richtig entschieden. Das ganze Team hat
im Rennen unglaublich gut gearbeitet und sie verdienen dieses Resultat."
Olivier Panis
"Ich bin sehr,
sehr glücklich. Das ist ein fantastischer Tag für mich und das
Team, speziell bei unserem Heim-GP. Es hat mich sehr gefreut, dass wir
den Mitarbeitern auf den Tribünen eine gute Show bieten konnten. Genau
so ein Resultat haben sie gebraucht. Vom 13. Startplatz aus war es ein
knochenharter Fight, aber dank des Wetters hatte ich jede Menge Spaß.
Auf all die Probleme am Freitag und Samstag hat das Team sehr professionell
und entschlossen reagiert. Ich möchte auch allen Leuten bei Honda
für die harte Arbeit danken, denn ich habe großen Respekt vor
ihren Bemühungen. Manchmal brauchen solche Dinge Zeit, aber es ist
wie mit gutem Essen - das kommt auch nicht immer gleich. Zu guter Letzt
möchte ich mich noch bei Bridgestone bedanken, denn ihre Anstrengungen
haben sich bei diesen Bedingungen als besonders wertvoll und gewinnbringend
erwiesen. Ich sehe das als großen Schritt vorwärts, aber uns
muss auch bewusst sein, dass wir noch jede Menge Arbeit vor uns haben."
Jarno Trulli
"Es war ein hartes
Rennen. Als die Lichter ausgegangen sind, kam ich gut weg, aber ich fand
keinen Weg an den McLarens vorbei und verlor den Schwung wieder ein wenig.
Nach dem Wechsel auf Regenreifen haben die elektronischen Probleme begonnen.
Dem Auto hat Traktion gefehlt und das Getriebe schaltete aus eigenen Stücken.
Ich habe so viel Zeit verloren und da blieb mir keine andere Wahl mehr
als eine Aufgabe. Das ist schade, denn nach dem Boxenstopp lag ich an dritter
Stelle, obwohl wir danach bei wechselnden Bedingungen nicht mehr so konkurrenzfähig
waren."
Jenson Button
"Am Ende der ersten
Runde war ich happy, weil ich vier Plätze gutgemacht hatte. Alles
lief gut, obwohl das Auto im Trockenen immer ein bisschen untersteuerte.
Das bekamen wir das gesamte Wochenende über nicht in den Griff. Beim
ersten Stopp musste ich mich hinter Jarno anstellen, was klarerweise Zeit
gekostet hat. Danach lag das Auto im Nassen nicht schlecht, aber die Bridgestones
sind uns auf und davon gefahren. Am Schluss hat sich das linke Vorderrad
zu lösen begonnen. Dem Team danke ich für die Reaktionsbereitschaft
bei den Stopps, sie haben gute Arbeit geleistet. Natürlich hätte
ich mir ein besseres Resultat gewünscht, aber es hat nicht sollen
sein."
Eddie Irvine
"Ich bin enttäuscht,
beim Heimrennen ausgeschieden zu sein, aber die Bedingungen waren unglaublich
schwierig. Ich habe einen guten Start hingelegt und hatte bis zum Ausfall
viel Spaß. Die britischen Fans haben heute viele Überholmanöver
gesehen und auch ich ging gleich in der ersten Runde an fünf Fahrzeugen
vorbei. Danach steckte ich in einem Paket fest und es war ganz witzig,
mit vielen anderen Autos Rad an Rad zu fahren. Der Rennen wurde dann immer
schlimmer und nach 14 Runden mussten wir auf Regenreifen wechseln. Es war
trotzdem bei weitem nicht genügend Grip da und in der 23. Runde habe
ich am Ausgang von Stowe Haftung verloren. Das Auto ist von der Strecke
abgekommen und hat sich im Kies eingebohrt. Natürlich hätte ich
mir einen anderen Ausgang hier gewünscht, aber dass nur elf Autos
ins Ziel gekommen sind, zeigt die Herausforderungen dieses Rennens recht
gut. Manche hatten Glück, manche eben nicht."
Pedro de la Rosa
"Wir gingen von
ganz hinten ins Rennen, also mussten wir in Sachen Strategie ein Risiko
eingehen. Wir hätten entweder Trocken- oder reine Regenreifen nehmen
können. Als es zu regnen begann, nahmen wir den Regenreifen. Zwei
Runden nach meinem Boxenstopp habe ich dann immer mehr Grip verloren und
im Nachhinein wäre der Intermediate wohl die bessere Wahl gewesen.
Trotzdem haben wir unser Bestes gegeben und versucht, aus den Bedingungen
Kapital zu schlagen. Alle haben heute irgendwelche Risiken aufgenommen,
nur bei uns ist es nicht aufgegangen. Zumindest konnte ich das Rennen zuende
fahren, was uns viele Daten zur Auswertung für das neue Aero-Paket
beschert."
Heinz-Harald Frentzen
"Das war eine riesige
Enttäuschung, aber ich hatte dieses Wochenende nie so viel Spaß.
Wir hätten sicher viele Punkte holen können, daher ist es sehr
bitter, dass in so einem entscheidenden Moment etwas brechen musste. Ich
hatte keinen besonderen Start, aber mit der richtigen Reifenwahl machte
ich das wieder wett. Mit den Intermediates waren die Autos vor mir gefundenes
Fressen und ich konnte sie alle locker überholen. Das Auto war perfekt
und speziell nach so einem Wochenende wären Punkte für unser
Team wertvoll gewesen."
Enrique Bernoldi
"Mein Start war
heute großartig und ich lag nach der ersten Runde schon an zwölfter
Stelle. Ich konnte attackieren und habe das Rennen genossen. Ich ging ja
von weit hinten ins Rennen, also war es sensationell, zur Rennmitte um
die Punkte zu fahren. Wir haben uns beim ersten Stopp richtigerweise für
die Intermediates entschieden, aber dann haben wir Trockenreifen aufgezogen
und das war falsch, weil es gleich danach zu schütten begonnen hat.
Da musste ich noch einmal an die Box fahren. Schlussendlich macht es sowieso
nichts aus, weil das Auto eingegangen ist. Es ist frustrierend, so eine
Chance auszulassen, weil die sich uns nicht so oft bieten."
Mark Webber
"Wir wissen noch
gar nicht, was überhaupt passiert ist. Ich habe am Ende der Hangar-Geraden
gebremst und dann folgte ein High-Speed-Dreher. Bis dahin ist es sehr gut
gelaufen und ich war konstant und schnell unterwegs. Es ist enttäuschend,
weil sich bei den heutigen Wetterbedingungen eine Chance auf ein gutes
Resultat auftun hätte können."
Mika Salo
"Ich hatte keinen
besonders guten Start und büßte in der ersten Kurve eine Position
ein, aber es war okay. Dann hat der Regen eingesetzt und von dem Moment
an hat sich unser Mangel an Downforce gnadenlos gezeigt. Ich hatte überhaupt
keinen Grip mehr. Ich drehte mich einmal und am Ende gab es ein Problem
mit der Kraftübertragung. Irgendetwas ist gebrochen. Nach einem guten
Qualifying gestern bin ich klarerweise enttäuscht."
Allan McNish
"Am Start gab es
ein Problem mit der Kupplung und dabei ist der Motor ausgegangen. Es war
nicht derselbe Defekt wie in Imola. Wir haben das Auto zurück in die
Garage geschoben und wollten es noch einmal probieren, aber wir lagen schon
außerhalb der 90-Prozent-Zeit, die man braucht, um überhaupt
klassiert zu sein, also haben wir es bleiben lassen. Ich muss nicht extra
erwähnen, dass ich extrem enttäuscht bin - nicht nur für
mich und das Team, sondern auch wegen der vielen Fans."