MICHAEL SCHUMACHER
(1.)
"Ich bin sehr erfreut über dieses
Resultat, denn es geht nichts über einen Sieg in der Heimat. Es war
ein großartiges Wochenende mit der Pole und jetzt dem Sieg. Der Start
war nicht perfekt, ich habe ein paar Meter verloren. Hinter mir habe ich
Ralf innen gesehen und da ich nicht wusste, auf welcher Strategie er war,
wollte ich auf jeden Fall als Erster in die erste Kurve gehen. Ich habe
alles versucht, was erlaubt ist, um ihm den Weg abzuschneiden. Die Situation
mit ihm hatte ich unter Kontrolle, nur einmal gab es in der Dunlop-Kehre
eine brenzlige Situation, weil ich zuerst die Hinter- und dann die Vorderräder
blockierte. Mit dem ersten Reifensatz war die Balance nicht ideal und ich
hatte gewisse Probleme, aber beim Boxenstopp haben wir ein paar Kleinigkeiten
verändert, worauf es besser zu laufen begann. Am Vormittag gab es
ein Problem mit dem Ersatzauto, also wollte ich damit eine Testrunde absolvieren.
Das hat mir große Sorgen bereitet, denn ich war weit weg von der
Boxengasse und hatte keine Ahnung, wie viel Zeit noch war. Gott sei Dank
kam ich rechtzeitig zurück und ich konnte mit dem Rennauto fahren.
Wir haben nicht geplant, mit dem T-Car zu starten, es war nur ein Test."
RUBENS BARRICHELLO
(5.)
"Abgesehen von meinem Dreher gegen Ende
war das ein langweiliges Rennen. Der Start war schlecht, aber die Launch-Control
hat auch nicht perfekt funktioniert. Danach hatte ich einige Probleme,
es fehlte Grip und ich war ziemlich schwer unterwegs, weil ich nur einen
Stopp einplante. Ob das richtig war, weiß ich nicht, sicher war gut,
dass wir mit angefahrenen Vorderreifen losgefahren sind. Definitiv war
es nicht mein bestes Wochenende, aber zumindest habe ich Punkte geholt
und meinen fünften Platz verteidigt."
Juan Pablo Montoya
(2.)
"Mein Auto war heute wirklich sehr gut.
Gestern war ich im Qualifying mit Platz drei schon gut dabei, und heute
kam auch noch etwas Glück hinzu. Zu Beginn des Rennens war ich sehr
vorsichtig. Ralf und Michael zogen davon, und ich konnte in Ruhe meinen
Rhythmus finden. Das Auto bot mir immer noch Reserven, um schneller zu
fahren, wenn ich es musste. Auch mit den Reifen war ich sehr zufrieden,
sie waren sehr gut und sehr konstant. Mein Dank gilt allen im BMW-Williams-Team
- danke für ein gutes Auto und für gute Boxenstopps."
Ralf Schumacher
(4.)
"Ich bin außerordentlich enttäuscht
über den Rennausgang. Schließlich habe ich die Chance gehabt,
vor heimischem Publikum zu gewinnen. Unter den Umständen muss ich
aber wohl froh sein, am Ende noch Vierter geworden zu sein. Zu dem Vorfall
mit der weißen Linie: Ich habe bei der Ausfahrt aus der Box in den
Spiegel geschaut und mich offensichtlich stärker auf den Verkehr hinter
mir als auf diese weiße Linie konzentriert. Ich muss die Strafe wohl
akzeptieren."
David Coulthard
(3.)
"Unter diesen Umständen konnten
wir nicht mehr erwarten. Mit einem guten Start konnte ich an Barrichello
vorbeigehen. Die Hinterreifen nutzten sich sehr schnell ab und ich konnte
erst kurz vor dem Boxenstopp attackieren, als das Auto leichter wurde.
Jedenfalls werden wir nicht in Selbstmitleid versinken, sondern vor Magny-Cours
hart arbeiten. Das heutige Resultat bedeutet nicht, dass die Weltmeisterschaft
verloren ist, ich gebe noch nicht auf."
Mika Häkkinen
(6.)
"Unser Start war gut und wir konnten
Barrichello überholen. Leider habe ich mich in der 15. Runde vor der
Schikane verbremst, was einem Reifen nicht gut getan hat. Heftige Vibrationen
bis zum Boxenstopp waren die Folge. Mit dem neuen Reifensatz war ich dann
ziemlich schnell, aber da war es längst zu spät. Insgesamt bin
ich natürlich enttäuscht."
Eddie Irvine (7.)
"Heute hätte ich wirklich nicht
besser sein können, was nur zeigt, dass wir bessere Startplätze
herausfahren müssen. Das Auto war heute großartig, aber wenn
wir uns im Qualifying nicht steigern, können wir die Punkte nicht
holen, die bereitliegen. Es gab heute kein Verbesserungspotential - die
Strategie war exzellent und die Michelin-Reifen gut. Ich war ziemlich lange
hinter Frentzen, konnte aber nicht feststellen, ob ich wegen der Reifen
schneller war oder ob es eine unterschiedliche Spritmenge war. Hinter ihm
fuhr ich ganz locker, ging oft sogar auf den Geraden vom Gas, um etwas
Sprit zu sparen. Langsam ernten wir die Früchte unserer Arbeit, denn
der Abstand zur Konkurrenz ist offensichtlich wieder kleiner geworden.
Bald werden wir auch von entsprechend guten Positionen ins Rennen gehen,
vielleicht schon in Magny-Cours."
Pedro de la Rosa
(8.)
"Ich bin glücklich mit meiner Leistung
und hatte einen tollen Kampf mit Villeneuve. Natürlich müssen
wir uns im Qualifying noch verbessern, damit wir endlich auch Punkte holen
können. Am Vormittag im Warm-Up hatte ich ein Probleme, daher musste
ich das Set-Up umstellen. Trotzdem war das Auto gut und mit etwas mehr
Glück hätten Eddie und ich heute punkten können."
Jacques Villeneuve
(9.)
"Das Team hat einen sensationellen Job
gemacht - ich bin gut gefahren, gute Strategie, guter Boxenstopp. Es hat
gepasst. Eigentlich hat alles geklappt, aber es wurde nur der neunte Platz.
Das Auto war sehr fahrbar, die Balance hat gestimmt. Im Großen und
Ganzen konnte ich damit genau das tun, was ich wollte. Geschmerzt hat uns
die Tatsache, dass wir nicht alles aus den Reifen kitzeln konnten. Hinter
den Ferraris, Williams' und McLarens war der siebte Platz das Maximum,
Rang neun ist es geworden. Wir hätten beim besten Willen nicht schneller
sein können."
Olivier Panis (out)
"Für das Team und für mich
selbst bin ich enttäuscht. Mein Start war nicht schlecht, ich konnte
Jacques ausbremsen, wurde dann aber selbst überholt und es wurde alles
ein bisschen knapp, also gab ich nach und verschenkte so drei Positionen.
Ich wusste immerhin, dass die Strategie gut war und wollte eben später
angreifen. Es gab Probleme, die wir untersuchen müssen. Das Team muss
ich loben, die haben tolle Arbeit geleistet. Wir müssen weiterhin
hart arbeiten und konzentriert bleiben, damit wir die Probleme ausräumen
können, die wir noch haben. Wir müssen das Auto verstehen und
in Frankreich besser abschneiden."
Kimi Raikkonen (10.)
"Das Auto hat sich im ersten Teil des
Rennens gut angefühlt und die Reifen waren im zweiten Stint besser,
aber am Anfang hatte ich Blasen und ich war nicht so schnell wie erhofft.
Am Ende hatte ich wegen Alesi keine Sorgen, weil ich die Linie auf der
Innenseite immer gut verteidigen konnte. Zum Schluss hat er dann zu spät
gebremst und sich gedreht."
Nick Heidfeld (out)
"Ich hatte einen guten Start, konnte
einen Jordan überholen, aber dann kam ich Kimi sehr nahe und musste
dem zweiten Jordan ausweichen. Das ist hier aber immer so, schon okay.
Am Ende der ersten Runde konnte ich an Kimi vorbeigehen, ich war Achter
und gut unterwegs. Als ich hinter Barrichello fuhr, hatte ich ein gutes
Gefühl. Leider haben die Reifen Blasen gezogen und mit dem zweiten
Reifensatz wurde es noch schlimmer, was ein Übersteuern zufolge hatte.
Im Zweikampf habe ich wohl Jean Alesi berührt, das Handling war schlecht
und ich musste reinkommen und aufgeben."
Giancarlo Fisichella
(11.)
"Es war ein schwieriges Rennen. Am Start
konnte ich ein paar Plätze gutmachen und ich habe mit dem ersten Reifensatz
wirklich alles gegeben, aber das Heck war unruhig. Gestern und heute Morgen
hatte ich Untersteuern, aber im Rennen war die Balance weitgehend okay.
Es war eher ein bisschen Übersteuern, weshalb dieser Grand Prix Schwerstarbeit
für mich bedeutet hat. Unser Ziel war das Durchfahren und das haben
wir erreicht. Das Rennen in Frankreich kommende Woche gehe ich sehr positiv
an."
Jenson Button (13.)
"Ich machte einen guten Start, das Auto
war am Anfang auch brauchbar. Leider wurde das Handling nach dem zweiten
Boxenstopp schlechter. Das größte Problem war, dass uns im Heck
Grip gefehlt hat. Auf der Bremse war der Wagen nervös und in den Kurven
übersteuerte er."
Luciano Burti (12.)
"Jean und ich hatten wieder einen schlechten
Start, was ich mir nicht erklären kann, denn bei den Tests klappt
es immer. Ich überholte ein paar Autos und war dann hinter Jean, ein
bisschen schneller als er, wollte aber eine gute Möglichkeit abwarten.
Leider haben die Reifen dann Blasen gezogen und es war so gut wie unmöglich,
das Auto auf der Straße zu halten. Ich musste einmal ins Gras und
dann in die Box, um die Kühler reinigen zu lassen. Leider hat mich
das Team am Funk nicht gehört und so wurden die Reifen nicht gewechselt.
Es hat lange gedauert, bis sie wieder funktioniert haben. Nach dem Boxenstopp,
mit einem neuen Satz, war es dann wie Tag und Nacht, eine super Balance
und ich wurde von Runde zu Runde schneller. Ohne diese dummen Blasen hätten
wir heute wirklich gut abschneiden können."
Jean Alesi (out)
"Wie erwartet waren wir sehr gut auf
das Rennen vorbereitet. Der Start war leider Gottes ein Desaster, ich kam
nur als 19. aus der ersten Runde zurück. Das Auto war aber gut und
unsere Ein-Stop-Strategie korrekt, denn ich konnte bei den zweiten Boxenstopps
der Anderen viele Positionen gutmachen. Die Reifen und Bremsen waren gut
und ich konnte einmal überholen, wo es normalerweise nie möglich
wäre. Der Fight mit Raikkonen war großartig. Zu meiner Schande
habe ich das Auto drei Runden vor Schluss ins Gras geschmissen und jetzt
ist meine Statistik für nichts - ich war bisher immer im Ziel."
Fernando Alonso
(14.)
"Dass ich ins Ziel gekommen bin, war
sehr gut für uns, denn es ist mir seit Spanien nicht mehr gelungen.
Während der letzten 20 Runden hat etwas mit dem Motor nicht gestimmt,
die Leistung hat nachgelassen und ich war gezwungen, früher zu schalten.
Danach habe ich mich einfach darauf konzentriert, durchzufahren, was das
einzige Ziel war."
Tarso Marques (out)
"Kein besonders guter Tag für mich.
Das Warm-Up war gut und ich wäre nur einmal in die Box gekommen -
im Gegensatz zu Fernando. In der Aufwärmrunde hat die Startautomatik
nicht funktioniert, daher musste ich manuell losfahren. Nach nur sieben
Runden ging die Elektronik kaputt, weshalb das Getriebe blockiert und der
Motor abgestellt wurde. Mein Rennen war rasch zu Ende."
Heinz-Harald Frentzen
(out)
"Mein Start war nicht berühmt, weil
wir die Launch-Control auf Nummer sicher eingestellt haben, aber ich konnte
die verlorene Position wieder gutmachen und lag die ganze Zeit auf dem
zehnten Platz. Ich konnte ein paar wirklich gute Runden drehen, aber dann
haben die Hinterreifen nachgelassen und ich musste ein wenig langsamer
zu Werke gehen. Beim Herausbeschleunigen aus der Haarnadel hat in der 49.
Runde die Traktionskontrolle ausgesetzt, ich hatte Wheelspin und bin abgeflogen."
Jarno Trulli (out)
"Der Start war gut, alles lief nach Plan.
Ich konnte sogar zu Hakkinen aufschließen und mit der Spitze locker
mithalten. Die Leute hinter mir konnte ich sogar abschütteln, weil
die Balance des Wagens sehr, sehr gut war. In der 44. Runde ist dann das
Getriebe eingegangen, weil wir seit zehn Runden Öldruck verloren haben,
was die Ingenieure schon an der Box gesehen haben. Wir konnten nichts dagegen
tun. Sehr schade, denn ich hatte eine tolle Chance auf Punkte."
Jos Verstappen (out)
"Ein schwieriges Rennen heute. Gleich
in der ersten Runde habe ich fünf Plätze aufgeholt, aber danach
konnte ich nicht weiter nach vorne kommen. Ich verfügte über
sehr wenig Grip und konnte daher nicht voll attackieren. Generell habe
ich den Eindruck, dass wir unsere Möglichkeiten nicht ganz ausgeschöpft
haben. Kurz vor Schluss musste ich dann mit einem Motorenproblem aufgeben,
was frustrierend ist. Frankreich kann nur besser werden."
Enrique Bernoldi
(out)
"Mein Start war gut und ich überholte
zwei Fahrzeuge in der ersten Runde. Danach hat sich das Rennen eingefädelt
und bis zu meinem Boxenstopp war alles ruhig. In der Box wollte ich dann
den Leerlauf einlegen, aber das hat nicht geklappt. Ich konnte wieder ins
Rennen gehen und es lief bis in die 30. Runde gut, bis das Getriebe im
fünften Gang steckengeblieben ist."