Juan Pablo Montoya
(out)
"Ich bin wieder
nicht ins Ziel gekommen und natürlich enttäuscht. Bei meinem
zweiten Boxenstopp bekam ich ein Problem mit der Kupplung und konnte nicht
mehr schalten. Danach blieb der erste Gang stecken, ich konnte nur noch
zurück zur Box fahren. Ich hatte bislang nicht viel Glück, aber
so etwas passiert. Ich freue mich über Ralfs Sieg."
David Coulthard
(2.)
"Am Start drehten
meine Räder zu stark durch und so konnte mich Ralf Schumacher innen
überholen. Danach war es das langweiligste Rennen in dieser Saison
für mich, aber wegen unkonstanter Reifen auch das schwierigste. Es
ist schön, dass ich schon wieder auf dem Podium stehen darf, denn
diese sechs Punkte sind für die Weltmeisterschaft von großer
Bedeutung."
Mika Häkkinen
(4.)
"Aus meiner Sicht
hat der Start das Rennen entschieden, unglücklicherweise konnten Trulli
und Ralf Schumacher an mir vorbeigehen. In Imola kann man nur schwer überholen,
am ehesten noch, wenn der Fahrer vor dir einen Fehler macht. Das ist Jarno
nicht passiert und so steckte ich auf Position vier fest. Alles in allem
freue ich mich über die Punkte. Verglichen mit letztem Jahr hat sich
ja nicht viel verändert und deswegen glaube ich auch, dass in der
Weltmeisterschaft noch alles passieren kann."
Rubens Barrichello
(3.)
"Wir hatten wirklich
eine tolle Strategie. Als Mika an die Box ging, blieb ich noch drei Runden
draußen, in denen ich hart pushte. Das hat mich an ihm vorbeigebracht.
Ans Überholen war heute fast nicht zu denken, aber es ist ein fantastisches
Gefühl, dass ich nach einer so schlechten Startposition noch auf dem
Podest gelandet bin. Ich weiß nicht, was das Problem bei Michael
war. Als er von der Ideallinie gegangen ist, habe ich ihn einfach überholt.
Mit der Balance bin ich das ganze Wochenende sehr zufrieden gewesen und
auch meine Leistung hat gepasst, denn das war vielleicht das konstanteste
Rennen meiner ganzen Karriere."
Michael Schumacher
(out)
"Ich freue mich
sehr für Ralf. Schon in der Vergangenheit hat er starke Leistungen
geboten, aber es hat manchmal das Glück gefehlt. Dieses Mal hat aber
alles funktioniert und so hat er souverän seinen ersten Grand Prix
gewonnen. Wir sind jetzt die ersten Brüder, die beide Rennen in der
Formel 1 gewonnen haben. Unsere Eltern dürfen sehr stolz sein, denn
nach so vielen Jahren hat auch Ralf das erreicht, was wir uns gemeinsam
vorgenommen haben. Was mich anbelangt - man kann nicht jedes Wochenende
gewinnen. Leider bin ich heute nicht gut weggekommen. Später konnten
mich auch noch Montoya und Panis überholen, weil ich kurzzeitig ein
Problem mit der Schaltung hatte, das auch früher schon aufgetreten
ist, aber eben nie bei einem Rennen. Ganz sicher war das keines meiner
besseren Rennen. Von Anfang an war es ein schwieriges Rennen, das natürlich
in Runde 25 ein denkbar schlechtes Ende nahm, als ich wegen eines Bremsdefekts
vorne aufgeben musste. Ich muss zugeben, dass die Konkurrenz den Rückstand
offenbar zunichte gemacht hat. Diese Saison dauert noch sehr, sehr lange,
aber ich bin sicher, dass wir bis zum Ende hin konkurrenzfähig sein
werden."
Jarno Trulli (5.)
"Mein Start war
gut. Ich konnte gleich den dritten Platz einnehmen. Zu dem Zeitpunkt habe
ich Hakkinen und Schumacher vielleicht ein bisschen aufgehalten, aber später
dann habe ich mich von ihnen abgesetzt. Bis zum ersten Boxenstopp lief
alles wirklich gut, aber der zweite Reifensatz hat mich wirklich in große,
große Schwierigkeiten gebracht. Das Handling hat plötzlich überhaupt
nicht mehr gepasst und als Montoya hinter mir aufgetaucht ist, hat er einfach
spät gebremst und rasch wieder beschleunigt - dagegen konnte ich nichts
machen. Ich habe alles gegeben, aber es war unmöglich ihn hinter mir
zu halten. Bis zum zweiten Boxenstopp wurde die Situation für mich
nicht besser, das Handling war miserabel. Der dritte Satz war dann wieder
besser, was man auch an den Rundenzeiten erkennen kann. Zwei Punkte sind
kein schlechtes Ergebnis für mich, vor allem nach der Enttäuschung
in Brasilien. Wieder einmal konnte ich zeigen, dass wir ein gutes Auto
haben und dass wir dabei sind, wenn alles klappt."
Heinz-Harald Frentzen
(6.)
"Der Start ist
wirklich unglücklich für mich verlaufen, aber danach habe ich
hart attackiert und die Strategie hat den Rest getan. Die Balance des Autos
war gut und alles lief nach Plan, aber von soweit hinten kann man einfach
nicht mehr aufholen. Sicherlich hätte ich nicht mit den Williams'
mithalten können, wenn ich da vorne gewesen wäre, gar keine Frage.
Ralf hat sich den Sieg heute wirklich verdient, sein Team auch. Für
mich persönlich ist der sechste Platz ein Trost, aber um ehrlich zu
sein - wir müssen unsere Leistungen noch deutlich verbessern."
Nick Heidfeld (7.)
"Mein Start war
alles andere als berühmt, denn der Schleifpunkt der Kupplung hat variiert,
wodurch die Reifen durchgedreht haben. In der zweiten Runde ging ich an
Irvine vorbei und war Zwölfter, doch danach lag ich in dem Pulk, das
hinter Panis feststeckte. Der erste Teil des Rennens ist gut für mich
gelaufen, ich war sogar etwas schneller als Frentzen. Leider ist dann Irvine
vor mir aus der Box gekommen und es hat etwas Zeit gekostet ihn zu überholen.
Mein Auto war besser als im Qualifying, aber noch nicht ideal."
Kimi Raikkonen (out)
"Ich habe keine
Ahnung, was bei meinem Ausfall passiert ist. In der 18. Runde fuhr ich
den Hügel bei der Tosa rauf, aber plötzlich war das Lenkrad lose.
Das war nicht mein Fehler, denn ich achte am Start immer darauf, dass es
auch korrekt sitzt. Als nächstes erinnere ich mich daran, dass ich
das Lenkrad in der Hand hatte und der Wagen scharf gegen die Mauer lenkte.
Natürlich ist das bitter, denn ich lag gut im Rennen und konnte mit
den Ferraris und Panis mithalten. Den BAR wollte ich sogar überholen
- aber es ist anders gekommen."
Olivier Panis (8.)
"Ich bin sehr enttäuscht
für das Team. Mein Start war hervorragend, vielleicht der beste, seit
ich in der Formel 1 bin. Leider entwickelten sich dann schnell ein paar
kleine, aber äußerst nervige Probleme. Das Auto war schwierig
zu fahren, weil es stark übersteuerte. Gegen Ende bahnten sich dann
auch noch elektronische Probleme an, weshalb ich noch einmal an die Box
gehen musste, um das Lenkrad auszutauschen. Zumindest habe ich das Ziel
erreicht. Nun gilt es zu arbeiten, denn ich bin mir sicher, dass wir schon
bald in der Lage sind ein gutes Resultat zu erreichen."
Jacques Villeneuve
(out)
"Dass ich den Grand
Prix nicht beenden konnte, stellt für mich eine riesige Enttäuschung
dar. Es hat so ausgesehen, als könnte ich endlich die ersten Punkte
in diesem Jahr holen. Der Anfang dieser Saison war ja nicht gerade einfach
und auch gestern lief es mäßig. Nach dem Start probierte ich
alles, um in die sechste Position zu kommen, aber es ist mir nicht gelungen.
Dann war plötzlich alles aus und ich bin mir nicht sicher, was es
war, glaube aber an einen Getriebeschaden. Sehr frustrierend, dass wir
schon wieder ohne Punkte nach Hause fahren müssen."
Jean Alesi (9.)
"Das heutige Resultat
kann unseren Ansprüchen nicht genügen, aber wir werden trotzdem
mit der gewohnten Überzeugung an unserer Performance arbeiten. Wir
erwarten schon bald eine umfangreiche Ausbaustufe für das Auto und
nächste Woche werden wir ausgiebig testen."
Gaston Mazzacane
(out)
"Das ist natürlich
nicht das erhoffte Rennen für mich gewesen, weil ich schon in der
30. Runde mit einem technischen Defekt aufgeben musste. Es tut mir sehr
leid, denn die gute Arbeit des Teams an diesem Wochenende hat mich mehr
erwarten lassen."
Luciano Burti (10.)
"Wir hatten heute
die beste Strategie, aber das ganze Rennen über plagte mich ein Problem
beim Runterschalten, was sich so auswirkte, dass ich in den Kurven nicht
attackieren konnte. Nach Alesis zweitem Boxenstopp konnte ich an ihm vorbeigehen,
aber nach der Reihe haben sich dann der erste, der zweite und dritte Gang
abgemeldet, was sehr schade ist."
Eddie Irvine (out)
"Was soll ich sagen?
Ich startete gut, obwohl ich viel Sprit an Bord hatte. Die Ein-Stopp-Strategie
war absolut richtig und ich konnte einige Positionen gutmachen, lag hervorragend
und machte mir Hoffnungen auf Punkte. Der R2 verfügte über eine
exzellente Balance - das Untersteuern von gestern war wie weggeblasen.
Wir sind dem Ganzen wieder sehr nahe gekommen und doch sind wir deutlich
am Ziel vorbeigeschrammt. Es gibt kein Wundermittel, das uns über
Nacht schneller machen könnte, daher werden wir weiterhin mit aller
Kraft entwickeln."
Enrique Bernoldi
(11.)
"Eigentlich bin
ich ganz happy, dass ich zum ersten Mal ein Rennen beenden konnte. Alles
ist gut gelaufen, es gab keine Probleme am Start, bei den Boxenstopps oder
mit dem Auto. In der ersten Runde hat mich Burti ein wenig abgedrängt,
sodass er mich überholen konnte, aber so etwas gehört zum Rennsport
dazu. Ich habe den Grand Prix genossen, war am Ende überhaupt nicht
erschöpft. Heute konnte ich sehr viel lernen und daher ist dieses
Rennen auf jeden Fall positiv zu werten - für mich und für das
Team."
Jos Verstappen (out)
"Ich hatte ein
Problem mit dem Auspuff und wenn so etwas passiert, steigen alle Temperaturwerte
rasen schnell an - Hydraulik, Öl und so weiter, bis das Auto eben
nicht mehr läuft. Bis dahin lief alles okay, das Auto war so gut wie
noch nie an diesem Wochenende. Trotzdem sollte ich diesen Grand Prix schnell
vergessen. Es gab so viele kleine Probleme, dass ich mich unterm Strich
einfach nur auf das nächste Rennen in Barcelona konzentrieren kann."
Jenson Button (12.)
"Ich konnte gleich in den ersten Runden
ein paar Gegner überholen, aber dann folgte auch schon ein Rückschlag,
als beim Boxenstopp kein Benzin in den Tank fließen konnte. Darüber
hinaus hatte ich Probleme mit meiner Schulter und wegen der Fahrtrichtung
gegen den Uhrzeigersinn war das Rennen noch schwieriger. Zumindest bin
ich ins Ziel gekommen."
Giancarlo Fisichella
(out)
"Für mich war das ein sehr enttäuschender
Grand Prix. Über die ersten Rennen haben wir uns verbessert, aber
heute musste ich wegen einiger Fehlzündungen des Motors aufgeben.
Mit dem Auto war ich eigentlich ganz zufrieden, das Set-Up hat halbwegs
gepasst - aber nach dem zweiten Boxenstopp war alles vorbei. Es ist nie
lustig, wenn man zur Hälfte eines Rennens aufgeben muss, daher bin
ich natürlich enttäuscht."
Tarso Marques (out)
"Obwohl ich nur ein Fahrzeug überholen
konnte, war mein Start ganz gut. Leider musste ich sehr früh feststellen,
dass die Bremsbalance völlig daneben war. Die Hinterräder wurden
viel stärker eingebremst und so blockierten sie ständig. Darüber
hinaus fehlte es dem rechten Vorderrad an Reifendruck - was wir noch immer
untersuchen. Später dann gab es auch noch ein Problem mit dem Motor,
das immer schlimmer wurde. Irgendwann habe ich dann entschieden, dass das
zu gefährlich ist, also habe ich aufgegeben."
Fernando Alonso
(out)
"Mein Rennen nahm ein sehr frühes
Ende, denn es deuteten sich gleich nach dem Start Bremsprobleme an. Ich
konnte das Pedal treten so fest ich wollte - es tat sich überhaupt
nichts. Klarerweise habe ich versucht noch an die Box zu kommen, aber ich
habe in einer Kurve zu viel Gas gegeben und schon landete ich in der Begrenzungsmauer.
Mein Start war gut, die ersten Runden auch, umso größer ist
die Enttäuschung. Jetzt konzentriere ich mich auf das nächste
Rennen, in meiner Heimat Spanien. Hoffentlich läuft es dort besser."