Stimmen nach dem Rennen
Ralf Schumacher (1.)
"Auf diesen Moment habe ich fünf Jahre lang gewartet. Dieser Sieg ist eine wundervolle Erfahrung und das Ergebnis harter Arbeit des Teams, die sich ausgezahlt hat. Beim Start hatte ich auch etwas Glück, weil David nicht gut wegkam. Ich habe das gleiche Manöver gemacht wie im vergangenen Jahr, aber diesmal war genug Platz dafür da. Wir hatten heute das stärkste Auto im Feld und haben dank eines hervorragenden Gesamtpaketes aus Motor, Auto und Reifen gewonnen. Die Reifen waren vor allem unter Rennbedingungen sehr gut. Es wäre schön gewesen, wenn mein Bruder heute mit mir auf dem Podium gestanden hätte."

Juan Pablo Montoya (out)
"Ich bin wieder nicht ins Ziel gekommen und natürlich enttäuscht. Bei meinem zweiten Boxenstopp bekam ich ein Problem mit der Kupplung und konnte nicht mehr schalten. Danach blieb der erste Gang stecken, ich konnte nur noch zurück zur Box fahren. Ich hatte bislang nicht viel Glück, aber so etwas passiert. Ich freue mich über Ralfs Sieg."

David Coulthard (2.)
"Am Start drehten meine Räder zu stark durch und so konnte mich Ralf Schumacher innen überholen. Danach war es das langweiligste Rennen in dieser Saison für mich, aber wegen unkonstanter Reifen auch das schwierigste. Es ist schön, dass ich schon wieder auf dem Podium stehen darf, denn diese sechs Punkte sind für die Weltmeisterschaft von großer Bedeutung."

Mika Häkkinen (4.)
"Aus meiner Sicht hat der Start das Rennen entschieden, unglücklicherweise konnten Trulli und Ralf Schumacher an mir vorbeigehen. In Imola kann man nur schwer überholen, am ehesten noch, wenn der Fahrer vor dir einen Fehler macht. Das ist Jarno nicht passiert und so steckte ich auf Position vier fest. Alles in allem freue ich mich über die Punkte. Verglichen mit letztem Jahr hat sich ja nicht viel verändert und deswegen glaube ich auch, dass in der Weltmeisterschaft noch alles passieren kann."

Rubens Barrichello (3.)
"Wir hatten wirklich eine tolle Strategie. Als Mika an die Box ging, blieb ich noch drei Runden draußen, in denen ich hart pushte. Das hat mich an ihm vorbeigebracht. Ans Überholen war heute fast nicht zu denken, aber es ist ein fantastisches Gefühl, dass ich nach einer so schlechten Startposition noch auf dem Podest gelandet bin. Ich weiß nicht, was das Problem bei Michael war. Als er von der Ideallinie gegangen ist, habe ich ihn einfach überholt. Mit der Balance bin ich das ganze Wochenende sehr zufrieden gewesen und auch meine Leistung hat gepasst, denn das war vielleicht das konstanteste Rennen meiner ganzen Karriere."

Michael Schumacher (out)
"Ich freue mich sehr für Ralf. Schon in der Vergangenheit hat er starke Leistungen geboten, aber es hat manchmal das Glück gefehlt. Dieses Mal hat aber alles funktioniert und so hat er souverän seinen ersten Grand Prix gewonnen. Wir sind jetzt die ersten Brüder, die beide Rennen in der Formel 1 gewonnen haben. Unsere Eltern dürfen sehr stolz sein, denn nach so vielen Jahren hat auch Ralf das erreicht, was wir uns gemeinsam vorgenommen haben. Was mich anbelangt - man kann nicht jedes Wochenende gewinnen. Leider bin ich heute nicht gut weggekommen. Später konnten mich auch noch Montoya und Panis überholen, weil ich kurzzeitig ein Problem mit der Schaltung hatte, das auch früher schon aufgetreten ist, aber eben nie bei einem Rennen. Ganz sicher war das keines meiner besseren Rennen. Von Anfang an war es ein schwieriges Rennen, das natürlich in Runde 25 ein denkbar schlechtes Ende nahm, als ich wegen eines Bremsdefekts vorne aufgeben musste. Ich muss zugeben, dass die Konkurrenz den Rückstand offenbar zunichte gemacht hat. Diese Saison dauert noch sehr, sehr lange, aber ich bin sicher, dass wir bis zum Ende hin konkurrenzfähig sein werden."

Jarno Trulli (5.)
"Mein Start war gut. Ich konnte gleich den dritten Platz einnehmen. Zu dem Zeitpunkt habe ich Hakkinen und Schumacher vielleicht ein bisschen aufgehalten, aber später dann habe ich mich von ihnen abgesetzt. Bis zum ersten Boxenstopp lief alles wirklich gut, aber der zweite Reifensatz hat mich wirklich in große, große Schwierigkeiten gebracht. Das Handling hat plötzlich überhaupt nicht mehr gepasst und als Montoya hinter mir aufgetaucht ist, hat er einfach spät gebremst und rasch wieder beschleunigt - dagegen konnte ich nichts machen. Ich habe alles gegeben, aber es war unmöglich ihn hinter mir zu halten. Bis zum zweiten Boxenstopp wurde die Situation für mich nicht besser, das Handling war miserabel. Der dritte Satz war dann wieder besser, was man auch an den Rundenzeiten erkennen kann. Zwei Punkte sind kein schlechtes Ergebnis für mich, vor allem nach der Enttäuschung in Brasilien. Wieder einmal konnte ich zeigen, dass wir ein gutes Auto haben und dass wir dabei sind, wenn alles klappt."

Heinz-Harald Frentzen (6.)
"Der Start ist wirklich unglücklich für mich verlaufen, aber danach habe ich hart attackiert und die Strategie hat den Rest getan. Die Balance des Autos war gut und alles lief nach Plan, aber von soweit hinten kann man einfach nicht mehr aufholen. Sicherlich hätte ich nicht mit den Williams' mithalten können, wenn ich da vorne gewesen wäre, gar keine Frage. Ralf hat sich den Sieg heute wirklich verdient, sein Team auch. Für mich persönlich ist der sechste Platz ein Trost, aber um ehrlich zu sein - wir müssen unsere Leistungen noch deutlich verbessern."

Nick Heidfeld (7.)
"Mein Start war alles andere als berühmt, denn der Schleifpunkt der Kupplung hat variiert, wodurch die Reifen durchgedreht haben. In der zweiten Runde ging ich an Irvine vorbei und war Zwölfter, doch danach lag ich in dem Pulk, das hinter Panis feststeckte. Der erste Teil des Rennens ist gut für mich gelaufen, ich war sogar etwas schneller als Frentzen. Leider ist dann Irvine vor mir aus der Box gekommen und es hat etwas Zeit gekostet ihn zu überholen. Mein Auto war besser als im Qualifying, aber noch nicht ideal."

Kimi Raikkonen (out)
"Ich habe keine Ahnung, was bei meinem Ausfall passiert ist. In der 18. Runde fuhr ich den Hügel bei der Tosa rauf, aber plötzlich war das Lenkrad lose. Das war nicht mein Fehler, denn ich achte am Start immer darauf, dass es auch korrekt sitzt. Als nächstes erinnere ich mich daran, dass ich das Lenkrad in der Hand hatte und der Wagen scharf gegen die Mauer lenkte. Natürlich ist das bitter, denn ich lag gut im Rennen und konnte mit den Ferraris und Panis mithalten. Den BAR wollte ich sogar überholen - aber es ist anders gekommen."

Olivier Panis (8.)
"Ich bin sehr enttäuscht für das Team. Mein Start war hervorragend, vielleicht der beste, seit ich in der Formel 1 bin. Leider entwickelten sich dann schnell ein paar kleine, aber äußerst nervige Probleme. Das Auto war schwierig zu fahren, weil es stark übersteuerte. Gegen Ende bahnten sich dann auch noch elektronische Probleme an, weshalb ich noch einmal an die Box gehen musste, um das Lenkrad auszutauschen. Zumindest habe ich das Ziel erreicht. Nun gilt es zu arbeiten, denn ich bin mir sicher, dass wir schon bald in der Lage sind ein gutes Resultat zu erreichen."

Jacques Villeneuve (out)
"Dass ich den Grand Prix nicht beenden konnte, stellt für mich eine riesige Enttäuschung dar. Es hat so ausgesehen, als könnte ich endlich die ersten Punkte in diesem Jahr holen. Der Anfang dieser Saison war ja nicht gerade einfach und auch gestern lief es mäßig. Nach dem Start probierte ich alles, um in die sechste Position zu kommen, aber es ist mir nicht gelungen. Dann war plötzlich alles aus und ich bin mir nicht sicher, was es war, glaube aber an einen Getriebeschaden. Sehr frustrierend, dass wir schon wieder ohne Punkte nach Hause fahren müssen."

Jean Alesi (9.)
"Das heutige Resultat kann unseren Ansprüchen nicht genügen, aber wir werden trotzdem mit der gewohnten Überzeugung an unserer Performance arbeiten. Wir erwarten schon bald eine umfangreiche Ausbaustufe für das Auto und nächste Woche werden wir ausgiebig testen."

Gaston Mazzacane (out)
"Das ist natürlich nicht das erhoffte Rennen für mich gewesen, weil ich schon in der 30. Runde mit einem technischen Defekt aufgeben musste. Es tut mir sehr leid, denn die gute Arbeit des Teams an diesem Wochenende hat mich mehr erwarten lassen."

Luciano Burti (10.)
"Wir hatten heute die beste Strategie, aber das ganze Rennen über plagte mich ein Problem beim Runterschalten, was sich so auswirkte, dass ich in den Kurven nicht attackieren konnte. Nach Alesis zweitem Boxenstopp konnte ich an ihm vorbeigehen, aber nach der Reihe haben sich dann der erste, der zweite und dritte Gang abgemeldet, was sehr schade ist."

Eddie Irvine (out)
"Was soll ich sagen? Ich startete gut, obwohl ich viel Sprit an Bord hatte. Die Ein-Stopp-Strategie war absolut richtig und ich konnte einige Positionen gutmachen, lag hervorragend und machte mir Hoffnungen auf Punkte. Der R2 verfügte über eine exzellente Balance - das Untersteuern von gestern war wie weggeblasen. Wir sind dem Ganzen wieder sehr nahe gekommen und doch sind wir deutlich am Ziel vorbeigeschrammt. Es gibt kein Wundermittel, das uns über Nacht schneller machen könnte, daher werden wir weiterhin mit aller Kraft entwickeln."

Enrique Bernoldi (11.)
"Eigentlich bin ich ganz happy, dass ich zum ersten Mal ein Rennen beenden konnte. Alles ist gut gelaufen, es gab keine Probleme am Start, bei den Boxenstopps oder mit dem Auto. In der ersten Runde hat mich Burti ein wenig abgedrängt, sodass er mich überholen konnte, aber so etwas gehört zum Rennsport dazu. Ich habe den Grand Prix genossen, war am Ende überhaupt nicht erschöpft. Heute konnte ich sehr viel lernen und daher ist dieses Rennen auf jeden Fall positiv zu werten - für mich und für das Team."

Jos Verstappen (out)
"Ich hatte ein Problem mit dem Auspuff und wenn so etwas passiert, steigen alle Temperaturwerte rasen schnell an - Hydraulik, Öl und so weiter, bis das Auto eben nicht mehr läuft. Bis dahin lief alles okay, das Auto war so gut wie noch nie an diesem Wochenende. Trotzdem sollte ich diesen Grand Prix schnell vergessen. Es gab so viele kleine Probleme, dass ich mich unterm Strich einfach nur auf das nächste Rennen in Barcelona konzentrieren kann."

Jenson Button (12.)
"Ich konnte gleich in den ersten Runden ein paar Gegner überholen, aber dann folgte auch schon ein Rückschlag, als beim Boxenstopp kein Benzin in den Tank fließen konnte. Darüber hinaus hatte ich Probleme mit meiner Schulter und wegen der Fahrtrichtung gegen den Uhrzeigersinn war das Rennen noch schwieriger. Zumindest bin ich ins Ziel gekommen."

Giancarlo Fisichella (out)
"Für mich war das ein sehr enttäuschender Grand Prix. Über die ersten Rennen haben wir uns verbessert, aber heute musste ich wegen einiger Fehlzündungen des Motors aufgeben. Mit dem Auto war ich eigentlich ganz zufrieden, das Set-Up hat halbwegs gepasst - aber nach dem zweiten Boxenstopp war alles vorbei. Es ist nie lustig, wenn man zur Hälfte eines Rennens aufgeben muss, daher bin ich natürlich enttäuscht."

Tarso Marques (out)
"Obwohl ich nur ein Fahrzeug überholen konnte, war mein Start ganz gut. Leider musste ich sehr früh feststellen, dass die Bremsbalance völlig daneben war. Die Hinterräder wurden viel stärker eingebremst und so blockierten sie ständig. Darüber hinaus fehlte es dem rechten Vorderrad an Reifendruck - was wir noch immer untersuchen. Später dann gab es auch noch ein Problem mit dem Motor, das immer schlimmer wurde. Irgendwann habe ich dann entschieden, dass das zu gefährlich ist, also habe ich aufgegeben."

Fernando Alonso (out)
"Mein Rennen nahm ein sehr frühes Ende, denn es deuteten sich gleich nach dem Start Bremsprobleme an. Ich konnte das Pedal treten so fest ich wollte - es tat sich überhaupt nichts. Klarerweise habe ich versucht noch an die Box zu kommen, aber ich habe in einer Kurve zu viel Gas gegeben und schon landete ich in der Begrenzungsmauer. Mein Start war gut, die ersten Runden auch, umso größer ist die Enttäuschung. Jetzt konzentriere ich mich auf das nächste Rennen, in meiner Heimat Spanien. Hoffentlich läuft es dort besser."