David Coulthard
"Mit dem heutigen
Resultat bin ich wirklich sehr glücklich und ich muss an dieser Stelle
sagen, dass es ohne die harte Arbeit des Teams in den letzten Wochen nie
möglich gewesen wäre. Wenn man vom fünften Startplatz aus
in ein Rennen geht, rechnet man nicht mit dem Sieg, was den heutigen Tag
noch besonderer für mich werden lässt. Es war ein Rennen, bei
dem wir die richtige Strategie erwischt haben und ein gutes Set-Up hatten.
Vor dem Start waren wir uns sicher, dass es regnen würde. Danach haben
wir uns auch mit der Abstimmung gerichtet, was zur Folge hatte, dass die
ersten Runden nicht einfach für mich waren, weil es ja zu dem Zeitpunkt
noch trocken war. Natürlich muss man sagen, dass wir noch Arbeit vor
uns liegen haben, um uns bis zum nächsten Rennen in San Marino weiter
zu steigern. Ich kann es gar nicht mehr erwarten."
Mika Häkkinen
"Logischerweise
bin ich bitter enttäuscht, ich weiß aber noch gar nicht, was
eigentlich passiert ist. Die roten Lichter gingen der Reihe nach an, aber
die Kupplung hat sich sehr merkwürdig verhalten. Das war das Ende
für meinen Brasilien-GP."
Michael Schumacher
"Montoyas Überholmanöver
ist schnell erklärt. Er war auf der Geraden verglichen mit uns ziemlich
schnell. Bei einer so langen Geraden zwischen der letzten Kurve und der
Ziellinie muss man dem Safety-Car genügend Raum geben, was dem Zweitplatzierten
natürlich die Chance gibt, in den Windschatten zu fahren. Er hat es
hinbekommen, war sehr spät auf der Bremse. Natürlich hat er mich
etwas abgedrängt, aber das ist normal im Rennsport. Wir haben uns
berührt, aber schon okay, es war kein Problem. Ich dachte, dass ich
ihn wieder überholen könnte, aber das war nicht der Fall. Ich
war auf einer Zwei-Stopp-Strategie und ich habe auf Regen gehofft, als
ich David vor mir sah. Leider hat uns das heute aber nicht geholfen, das
Auto war nicht sehr gut und ich musste einige Male in die Wiese. Normalerweise
passiert mir das bei solchen Bedingungen nicht. David ging an mir vorbei,
als ein Minardi vor uns war, denn der lag zuerst auf der linken Seite der
Strecke. Ich wechselte auf die rechte Seite, aber das hat der Minardi auch
gemacht. In dem Moment musste ich mich entscheiden und die Außenbahn
war meine einzige Möglichkeit. So oder so hätte mich David später
überholt. Natürlich bin ich etwas enttäuscht von diesem
Resultat, aber wir führen noch immer in der Weltmeisterschaft."
Rubens Barrichello
"Das war ganz sicher
nicht mein glücklichster Tag. In der Vorstartphase gab es ein Problem
mit meinem Auto und ich musste anhalten. Danach bin ich zurück an
die Box gesprintet, wo die Mechaniker schon das Auto auf mich umgebaut
haben, denn es war ja für Michael vorbereitet. Trotzdem war es fast
perfekt und für diesen tollen Job möchte ich dem Team danken.
Sie haben Wunder wahr gemacht. Vor der vierten Kurve war ich hinter Ralf,
der hat aber plötzlich seine Linie gewechselt. Vielleicht wollte er
ein anderes Fahrzeug überholen. Ich habe damit nicht gerechnet und
die Kollision war nicht mehr zu vermeiden. Solche Dinge passieren im Rennsport.
Ich glaube, dass wir eine klare Regel von der FIA brauchen, wie oft ein
Fahrer bei solchen Bedingungen seine Linie wechseln darf."
Nick Heidfeld
"Ich kann dieses
Resultat noch gar nicht fassen! Wir sind mit einem ganz normalen Trocken-Set-Up
ins Rennen gegangen und alles hat gut funktioniert. Ich war in ein paar
gute Zweikämpfe verwickelt, blieb dabei gut im Rennen. Der Wechsel
auf Intermediates war sehr gut. Als ich gegen Trulli gekämpft habe
- ich glaube, dass er auf Full-Wets unterwegs war. Zu dem Zeitpunkt, als
die Strecke nass war, konnte er mich leicht überholen, aber später
wurden meine Intermediates besser und ich kämpfte mir den Platz wieder
zurück. Es ist unglaublich für mich, dass ich zum ersten Mal
auf dem Podest stehen durfte. Ich bin wahnsinnig glücklich für
mein Team. Auf dieses Resultat haben wir hingearbeitet. Einfach erstaunlich.
Dieses Jahr macht viel mehr Spaß, denn ich hole nicht nur Punkte,
sondern komme auch aufs Podium."
Kimi Raikkonen
"Am Anfang kämpfte
ich mit Untersteuern, aber sobald der Regen einsetzte, war es okay. Leider
habe ich mich einmal gedreht und das hat viel Zeit gekostet, denn ich musste
erst einen ganzen Hügel nach unten fahren, ehe ich wieder auf die
Strecke konnte. Ich habe versucht, gleich auf die Piste zu fahren, aber
es ging dort bergauf und ich hatte auf dem nassen Gras zu wenig Traktion
dafür. Mein zweiter Dreher war nur mein Fehler. Ich weiß, dass
der Hinterreifen im Fernsehen so ausgesehen hat, als wäre er geplatzt,
aber das ist beim Abflug in die Wiese passiert. Kurz hatte ich dabei Angst,
dass ich mich überschlagen könnte, aber das ist nicht passiert.
Nick hat für das Team ein schönes Resultat geholt."
Olivier Panis
"Mit diesen Punkten
bin ich sehr happy, denn ich habe wirklich dafür gepusht. Ich war
auf einer Zwei-Stopp-Strategie und die hat nach Plan funktioniert. Gleich
am Anfang konnte ich ein paar Autos überholen. Unglücklicherweise
gab es ein kleines Problem mit dem Funk, was zur Folge hatte, dass wir
uns beim Boxenstopp etwas missverstanden haben. Danach war es sehr schwierig,
gegen die vor mir fahrenden Fahrzeuge zu kämpfen, aber das Resultat
ist ermutigend. Für unsere Sponsoren und das Team ist das hervorragend."
Jacques Villeneuve
"Das war ein ziemlich
harter Tag. Das Team hat zwar Punkte geholt, aber Olivier hätte auf
dem Podium sein müssen. In der Box kam es zu ein paar Unklarheiten,
was viel Zeit gekostet hat. Die Wahrheit ist, dass wir beide in den Punkten
sein müssten. Unsere Autos waren sehr gut, umso mehr bin ich enttäuscht.
Am Anfang des Rennens stimmte irgendetwas nicht, deshalb bin ich früh
an die Box gegangen. Danach hat sich auch noch das Differential verabschiedet."
Jarno Trulli
"Ich habe einen
sehr guten Start hingezaubert, war Vierter und fühlte mich gut. Wir
haben uns für eine Ein-Stopp-Strategie entschieden, aber 15 Runden
vor meinem ersten planmäßigen Halt setzten Probleme mit der
Kupplung ein. Ab dem Zeitpunkt war ich nicht mehr so schnell wie davor,
außerdem machte mir einer der Hinterreifen zu schaffen. Unglücklicherweise
fand mein Tankstopp eine Runde vor dem Einsetzen des Regens statt, was
mich zu einem weiteren Reifenwechsel zwang, um auf Intermediates zu wechseln.
Am Schluss trocknete die Strecke stellenweise ab, aber mein Wagen übersteuerte
fürchterlich. Die letzten Runden bis ins Ziel waren ziemlich schwierig
für mich."
Heinz-Harald Frentzen
"Unsere Strategie
war perfekt. Als der Regen kam, haben wir auf Intermediates gewechselt,
was die richtige Entscheidung war, obwohl sich das Fahrzeug schwierig zu
fahren war, als es noch richtig niederprasselte. Ich lag bequem an dritter
Stelle, doch dann registrierte ich erste Fehlzündungen beim Motor,
bedingt durch eine defekte Elektrik. Ich musste anhalten. Natürlich
ein enttäuschendes Resultat, aber immerhin haben wir wieder einmal
unser Potenzial demonstriert."
Giancarlo Fisichella
"Ich bin sehr glücklich,
denn mit so einem guten Ergebnis hätte ich nie und nimmer gerechnet.
Es ist einfach unglaublich, dass wir einen Punkt geholt haben. Vor dem
Rennen wäre ich schon zufrieden gewesen, wenn ich unter den besten
Zehn gelandet wäre. Das war ein sehr guter Tag. Alles ist nach Plan
gelaufen, nur der Boxenstopp nicht. Da waren wir ein wenig unglücklich.
Ein Punkt ist perfekt und ich bin sehr glücklich für mich und
das Team."
Jenson Button
"Ich war heute
der Langsamste auf dieser Strecke. Im Nassen war das Fahren einfach schrecklich.
Ich kann nur sagen, dass ich froh bin, dass ich dieses Rennen beenden konnte
und dass ich mich auf unsere kommenden Verbesserungen freue."
Jean Alsei
"In so einem Rennen,
mit so vielen Zwischenfällen, darf man bis zum Schluss nicht aufgeben.
Das habe ich auch nicht getan. Obwohl wir einen guten Job gemacht haben
als es zu schütten begann, wurde das Fahrverhalten immer schlechter
und ich konnte in den letzten beiden Runden die zwei Autos nicht mehr hinter
mir halten. Natürlich ist es schade, dass wir diese Möglichkeit
nicht am Schopf gepackt haben, aber wir bleiben dennoch motiviert. Schon
jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Rennen."
Gaston Mazzacane
"Das war leider
schon wieder ein unglückliches Rennen für mich. Es ist noch ärgerlicher,
wenn man bedenkt, dass wir eine großartige Strategie hatten, die
auf Regen ausgerichtet war. Mein Auto lief gut, auch wenn ich fand, dass
die Bremsen schwierig zu betätigen waren. Bis ich wegen der Kupplung
aufgeben musste, fuhr ich ein recht gutes Rennen. Eigentlich wollte ich
dieses körperlich und mental anspruchsvolle Rennen zu Ende fahren.
Für das Team ist es schade, dass sie so hart arbeiten und dann nur
so ein Resultat präsentiert bekommen."
Tarso Marques
"Das war ein sehr
verwirrendes Rennen unter schwierigen Bedingungen. Unser Ziel war heute
eine Zielankunft. Dass wir unter den besten Zehn sind, freut mich umso
mehr. Besonders zufriedenstellend ist dieses Resultat, weil wir an diesem
Wochenende viele Probleme hatten, vor allem vor der Qualifikation. Vor
dem Rennen musste ich in letzter Minute noch in den Ersatzwagen wechseln,
weil mit der Kupplung etwas nicht stimmte. Das T-Car war fantastisch, höchstens
hat ein bisschen Leistung auf den geraden Passagen gefehlt."
Fernando Alonso
"Ich hatte von
Anfang an Probleme mit dem Gas, was das Verhalten des Motors negativ beeinflusst
hat. Trotz alldem bin ich ganz happy, weil ich 25 Runden überstanden
habe und viel Erfahrung sammeln konnte. Im Motorsport gibt es eben manchmal
Probleme, manchmal kommt man trotzdem ins Ziel. Heute war es nicht so.
Jetzt will ich mich gar nicht mehr mit diesem Wochenende beschäftigen,
sondern mich gleich voll und ganz auf das nächste Rennen einschießen."
Juan Pablo Montoya
"Ich bin natürlich
enttäuscht. Der Tag versprach gerade einer der besten meines Lebens
zu werden und hat sich dann in einen der schlechten verwandelt. Ich weiß
nicht, was passiert ist. Aber ich glaube, dass Verstappen mich getroffen
hat, weil er zu spät gebremst hat - nur ein paar Meter später
als ich, wir haben uns berührt. Ich war in der Kurve auf der Innenbahn
und habe an der selben Stelle gebremst wie immer. Das Auto war sehr schnell
und am gesamten Wochenende gut. WilliamsF1, BMW und Michelin haben phantastische
Arbeit geleistet. Es werden bessere Tage kommen."
Ralf Schumacher
"Beim Start fiel
mir die Drehzahl in den Keller, und ich weiß nicht warum. Ich hatte
eine Kollision mit Barrichello, mit der sich die Rennkommissare noch beschäftigen
werden. Ich hoffe, sie unternehmen etwas, meiner Meinung nach muss das
aufhören. Wir haben heute bewiesen, dass wir ein gutes Auto haben
und bald in der Lage sein werden, ein Rennen zu gewinnen. Leider hat es
nicht geklappt. Aber es wird bald klappen."
Eddie Irvine
"Heute hätten
wir die Möglichkeit gehabt, Punkte zu holen, aber das Glück war
nicht auf unserer Seite. Alles hat schon schlecht begonnen, mir wurde eine
Zeitstrafe aufgebrummt. Dank einer wirklich exzellenten Strategie des Teams
konnte ich aber schnell viele Positionen gutmachen. Abgesehen von einem
Reifenproblem am Anfang hat sich das Auto sehr gut angefühlt. Nach
dem Start haben meine Pneus ein paar Blasen gezogen, was mir das Leben
nicht leicht gemacht hat. Es wurde immer besser, je länger das Rennen
dauerte. Ich lag gerade an sechster Stelle, als ich in der fünften
Kurve das Heck verloren habe. Irgendwie habe ich es auf die Strecke zurück
geschafft, aber dann ist der Motor ausgegangen."
Luciano Burti
"Mein Start war
nicht gerade berühmt, Alesi und Verstappen haben mich überholt.
Danach kam ich ganz gut in meinen Rhythmus, aber ich kam an Verstappen
nicht vorbei, weil der Arrows auf der Geraden sehr schnell ist. Als ich
ihn schlussendlich überholt habe, konnte ich ihm auf dem Rest jener
Runde gleich eine Sekunde abnehmen. Das zeigt, wie sehr er mich aufgehalten
hat. Gleich in der nächsten Runde deutete sich dann ein Problem an,
obwohl ich gerade schneller wurde. Anscheinend gab es irgendeinen Defekt,
ein Wasserleck oder so. Es ist sehr schade, dass ich ausscheiden musste,
obwohl wir uns heute zum ersten Mal hätten belohnen können. Wenn
ich mir einen Ort für ein gutes Rennen aussuchen könnte, dann
wäre es hier. Das Auto war gut genug. Jetzt müssen wir uns auf
die nächsten Aufgaben konzentrieren. Konkret ist das San Marino."
Jos Verstappen
"Ich sah eine blaue
Flagge und ich sah Montoya hinter mir, als bin ich zur Seite gegangen.
Als er an mir vorbeigegangen ist, ging ich hinter ihm wieder auf die Ideallinie,
aber er bremste sehr früh. Es tut mir sehr leid für ihn, denn
er hat anscheinend geführt, wie man mir gerade gesagt hat. Ich konnte
es nicht verhindern, ich habe ihn berührt."
Enrique Bernoldi
"In der Runde bevor
ich an die Box kam habe ich schon bemerkt, dass die Hydrauliktemperatur
angestiegen ist. Das Team hat mich an die Box geholt, aber schon auf dieser
Runde konnte ich keine Gänge mehr finden. Es ist natürlich schade,
dass ich den Grand Prix nicht beendet habe, aber bis zu dem Punkt war es
ein sehr positives Wochenende. Das zeigt, dass wir Fortschritte machen."