Stimmen nach dem Rennen

Michael Schumacher (1.)
"Das ist das perfekte Ende der Saison, denn ein Sieg vor der Winterpause ist besonders wichtig. Monza und Indianapolis waren schwierig, aber das ist ein großartiges Ende einer großartigen Saison und das ist wunderbar für das Team. Im Rennen hatte ich in den ersten Runden einen Vorteil, der von den Reifen kam, die übrigens auch später konstant geblieben sind. Ich war von mir selbst überrascht, wie schnell ich einen Vorsprung rausholen konnte, aber zu dem Zeitpunkt dachten wir noch, dass Williams nur einen Stopp machen könnte. Nach meinen Boxenstopps konnte ich jeweils nicht von neuen Reifen profitieren, weil ich hinter Mika aufgehalten wurde. Einmal habe ich die Schikane abgekürzt und ich fuhr die Runde danach deshalb etwas langsamer. Wir hatten heute ein gutes Paket und perfekte Reifen. Zu Saisonbeginn waren wir sehr dominant, aber danach lief alles knapp ab und wir mussten hart fighten. Natürlich hat es uns geholfen, dass David Probleme mit der Zuverlässigkeit hatte. Für Rubens tut es mir leid, er hatte heute einige Schwierigkeiten. Es gab einen Plan, wie ich ihm geholfen hätte. Er hätte die Williams überholen sollen und dann hätte ich ihn durchgelassen. Als er nicht vorbeikam, gab es keinen Grund mehr, mein Rennen zu opfern."

Rubens Barrichello (5.)
"Um gewinnen zu können, mussten wir etwas probieren, eben die Drei-Stopp-Strategie. Leider hat es nicht funktioniert. Die Williams waren sehr schnell auf der Gerade und ich konnte nicht an Montoya vorbeigehen, als ich meinen besten Reifensatz drauf hatte. Dann habe ich beim Boxenstopp Zeit verloren, weil der Motor gespuckt hat. Ab dem Punkt hatte ich keine Chance mehr auf das Podium. Gleichzeitig hatte ich viel Spaß im Fight gegen Montoya, aber Ralf hat sich unsportlich verhalten, indem er die Schikane mehrere Male abgekürzt hat."

Juan Pablo Montoya (2.)
"Ich freue mich über das Ergebnis. Wir hatten heute keine reelle Chance gegen den neuen Ferrari von Michael. Er ist auf neuen Reifen davongezogen, so hat er das Rennen gewonnen. Ich hatte ein gutes Rennen und einen schönen Kampf mit Rubens in den ersten Runden. Ich hatte gebrauchte Reifen, er hatte neue - genau wie Michael, der gleich auf und davon fuhr. Ich habe meine erste F1-Saison sehr genossen und möchte dem Team dafür danken. Jetzt liegt es an uns, hart für 2002 zu arbeiten."

Ralf Schumacher (6.)
"Die Stop-and-Go-Strafe hat mich leider Platz drei gekostet. Mit der Strafe muss ich leben, so ist eben die Regel, wenngleich der Vorteil nur im Bereich von Zehntelsekunden lag. Nach dem ersten Boxenstopp blieb Barrichellos Ferrari beim Beschleunigen offenbar kurz im Speed-Limiter stecken. Deshalb musste ich ihm ausweichen. Alles in allem blicke ich auf eine Saison zurück, die erfolgreicher war als erwartet. Dafür möchte ich mich beim gesamten Team bedanken. Ich bin zuversichtlich, dass wir 2002 den nächsten Schritt nach vorn machen."

David Coulthard (3.)
"Es war ein ziemlich langweiliges Rennen für mich, aber schön, dass ich es noch einmal auf das Podium geschafft habe. Die Balance war nicht so schlecht und ich attackierte und versuchte, für nächstes Jahr zu lernen. Einige Male habe ich in der Haarnadel und in der Schikane überbremst, aber es war kein großes Problem. Mika hat mich zum Schluss überholen lassen und dafür werde ich mich noch bei ihm bedanken. Ich habe die sechs Jahre mit ihm sehr genossen. Jetzt freue ich mich aber auf Kimi und ich weiß, dass er mich hart pushen wird. Bevor wir am Auto für nächstes Jahr arbeiten, habe ich erst einmal einen kurzen Urlaub."

Mika Häkkinen (4.)
"Das Rennen ist wie erwartet verlaufen. Das Team hat eine gute Leistung gebracht und wir hatten die richtige Strategie. Ich möchte mich bei allen bedanken, die in den letzten neun Jahren mitgeholfen haben, meine Karriere so erfolgreich zu gestalten. Es freut mich, dass David auf dem Podium ist. Ich wollte ihm damit etwas zurückgeben für all den Support, den er mir über die Jahre geschenkt hat. Es wird eine Zeit lang dauern, bis ich mein neues Leben verstehe und ob es mir gefällt oder nicht. Ich freue mich darauf, aber ich weiß auch, dass mir die Formel 1 sehr fehlen wird."

Jenson Button (7.)
"Unser Ziel für dieses Rennen war die Absicherung des siebenten Platzes in der Teamwertung und das ist uns gelungen. Heute haben uns nur die drei Spitzenteams geschlagen, was sehr zufriedenstellend ist, aber es war ein harter Nachmittag. Die Strecke ist anspruchsvoll, aber sie macht Spaß. Ich hatte keine Probleme und die Boxenstopps liefen gut. Es wäre schön gewesen, ein paar Punkte zu holen, aber ich verspreche, dass uns das nächstes Jahr gelingen wird."

Giancarlo Fisichella (out)
"Das Wochenende hat gut begonnen. Mein Start war auch okay und ich lag an fünfter Stelle. Leider habe ich mich nach drei Runden gedreht, aber die meisten Positionen konnte ich wieder aufholen. Kurz vor Schluss habe ich den vierten Gang verloren und ich kam an die Box, um aufzugeben. Sehr schade, dass mein letztes Rennen für Benetton-Renault so enden musste. Ich hatte hier eine sehr gute Zeit und es gibt viele schöne Erinnerungen. Ich möchte mich für diese Unterstützung in den letzten vier Jahren bedanken."

Jarno Trulli (8.)
"Ich hätte in meinem letzten Rennen für Jordan gerne Punkte geholt und ich denke, dass ich das auch verdient hätte. Es war ein hartes Rennen und wir waren heute nicht wettbewerbsfähig genug. Ich konnte nicht schneller fahren und weiß nicht, warum das so war. Ich bin sehr traurig, die Saison so beenden zu müssen, aber an meine beiden Jahre mit diesem Team habe ich sehr schöne Erinnerungen. Es war ein wichtiger Meilenstein für meine Karriere und ich möchte mich bei allen Mechanikern, Ingenieuren und bei meinen Freunden hier bedanken."

Jean Alesi (out)
"Es ist frustrierend, die Karriere so beenden zu müssen, aber das ist Motorsport und ich muss es zur Kenntnis nehmen. Kimi und ich hatten Glück, keine Verletzungen davongetragen zu haben, als er sich vor mir drehte und ich den Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte. Es gibt so viele Menschen, denen ich ein Dankeschön aussprechen möchte, daher sage ich einfach, dass die Betroffenen es ohnehin wissen. Ganz besonders möchte ich Eddie und seinem Team danken. Wir hatten in diesen letzten Rennen viel Spaß."

Nick Heidfeld (9.)
"Am Start hat sich das Notfallprogramm aktiviert, weil die Strecke so viel Grip hatte. Deshalb kam ich sehr schlecht weg. In der ersten Kurve wollte ich außen an Trulli und Button vorbeigehen, aber ich wurde eingeklemmt und hätte mich im Gras fast gedreht. Später hatte ich Glück, dass ich bei Kimis Unfall nicht von einem Rad getroffen wurde. Ich musste hart bremsen und das hat wieder Zeit gekostet. Danach fiel es mir schwer, den anderen Autos zu folgen, weil ich hinter Konkurrenten Abtrieb einbüßte. Generell untersteuerte das Auto zu viel. Es freut mich, dass Kimi okay ist, und es ist super, Platz vier in der Teamwertung erreicht zu haben."

Kimi Raikkonen (out)
"Ich kann nicht genau sagen, was in der sechsten Runde passiert ist. In der Runde davor begann das Auto in den schnellen Linkskurven zu untersteuern und dann hat es sich plötzlich gedreht und ich verlor die Kontrolle. Dann weiß ich noch, dass mich Alesi getroffen hat und überall Teile durch die Luft flogen. Es war ein Riesencrash und mir tut der Kopf weh, sonst geht es mir gut. Abschließend möchte ich mich noch bei Peter Sauber dafür bedanken, mir die Chance auf die Formel 1 gegeben zu haben. Ich wünsche ihm viel Erfolg für 2002."

Jacques Villeneuve (10.)
"Ein spaßiges Rennen. Wir konnten hart kämpfen und ich war schneller als die Autos, die vor mir starteten, also die Jordans und Saubers. Im Qualifying waren sie viel besser, aber im Rennen konnten wir beweisen, wozu wir in der Lage sind. Es ist schön, dass wir den fünften Platz in der Weltmeisterschaft geholt haben. Nächstes Jahr werden wir hoffentlich ein besseres Auto haben."

Olivier Panis (13.)
"Das Wochenende war nicht einfach, aber ich bin mit dem Kopf schon im nächsten Jahr. Es freut mich für das Team, dass wir den fünften Platz gehalten haben. Das haben wir gebraucht, um die Motivation aufrecht zu erhalten. Ich bin sicher, dass die Jungs hart arbeiten werden, um im Winter ein gutes Auto zu konstruieren. Ich freue mich jetzt auf die Pause und das nächste Jahr mit BAR. Hoffentlich erreichen wir gemeinsam ein paar gute Resultate."

Fernando Alonso (11.)
"Ich glaube, dass ich heute mein bestes Rennen in der Formel 1 gefahren bin. Ich wusste, dass das Auto gut sein würde und konnte voll attackieren. Es ist toll, dass ich das Jahr mit einem so positiven Ergebnis abschließen kann. Besonders möchte ich mich beim Team bedanken - sie waren großartig."

Alexander Yoong (16.)
"Am Anfang war es ein bisschen hektisch, denn ich musste ins Ersatzauto wechseln und aus der Box starten. Die Mechaniker konnten das Problem dann doch lösen und so nahm ich schlussendlich wieder das angestammte Rennauto. Aus irgendeinem Grund war der Sitz aber anders und ich spürte Rückenschmerzen. Nach drei oder vier Runden fühlte ich mich nicht mehr wohl und ich bekam Krämpfe. Daher bin ich sehr happy über diese Zielankunft."

Heinz-Harald Frentzen (12.)
"Ich habe gleich mit einem Handicap begonnen, weil mein Frontflügel nach einem Zusammenstoß mit de la Rosa weg war. Es waren einige Teile unter dem Auto und ich musste mit dem Speed eines Radfahrers in die Box zurückfahren. Danach lief das Auto wirklich gut und ich konnte attackieren. Es war ein aufregendes Rennen mit ein paar guten Überholmanövern. Ich muss sagen, dass es vielleicht der härteste Grand Prix meiner Karriere war, denn ich habe in jeder Runde alles gegeben, bin wie im Qualifying gefahren. Es hat Spaß gemacht. Beim Team möchte ich mich dafür bedanken, ein so zuverlässiges Auto bekommen zu haben."

Tomas Enge (out)
"Für mich ist wirklich alles schief gelaufen. Ich war verwirrt, weil mich Verstappen in der Formationsrunde überholt hat, und wusste nicht, ob ich mich wieder vor ihm einreihen sollte oder nicht. Dann bin ich hinter ihm losgefahren. Der Start war nicht gut und ich wurde lange aufgehalten, vor allem von Verstappen, bis er an die Box kam. Nach meinem Stopp lief es besser und ich konnte mit jeder Runde schneller fahren. Leider habe ich mich einmal vertan, als ich die Boxentafel von Minardi sah und dachte, mein Team würde mich hereinholen. Sie waren natürlich nicht bereit für mich und ich musste in der Runde darauf noch einmal kommen. Das hat viel Zeit gekostet und danach ließen auch noch die Bremsen nach. Ich kam noch einmal an die Boxen und ließ es checken und dann habe ich aufgegeben, weil es nicht mehr sicher gewesen wäre. Kein ideales Saisonende, aber ich möchte mich beim Team dafür bedanken, die Chance erhalten zu haben, drei Rennen in der Formel 1 zu fahren. Das war die härteste und aufregendste Schule meines Lebens. Hoffentlich bin ich auch nächstes Jahr wieder dabei."

Joas Verstappen (14.)
"Keines meiner besten Rennen. Über meine Zeitstrafe bin ich sehr verärgert, denn Enge stand nach der Schikane fast still und es heißt ja, dass wir den Abstand zum Vordermann nicht zu groß werden lassen dürfen. Dass er danach wieder hinter mir war, habe ich bis zur Startaufstellung nicht realisiert. Dieses Jahr gab es alle Höhen und Tiefen. Dieses Rennen war nicht so gut, aber 2002 werden wir Fortschritte machen."

Enrique Bernoldi (15.)
"Das war ein echt harter Grand Prix für mich. Mein Autos ist am Start abgestorben und ich musste von der Boxengasse aus ins Rennen gehen. In der zweiten Runde ist auch noch die Servolenkung ausgefallen. Beim Boxenstopp wollte das Team wieder alles ins Lot bringen, aber es funktionierte nur teilweise. Mein erstes Jahr in der Formel 1 war sehr schön. Es war schwierig, aber ich habe viel gelernt und das ist gut."

Pedro de la Rosa (out)
"Das war ein sehr schwieriges Rennen, in dem ich kaum ernsthaft mithalten konnte, aber ich habe alles gegeben. Die Balance war das ganze Wochenende über okay, aber es fehlte einfach an Downforce. Das haben wir aber schon vor dem Rennen gewusst und wir waren sehr nahe dran, um den siebenten Platz in der Teamwertung zu kämpfen. Mein Ausfall passierte wegen eines Öllecks. Beinahe hätten wir Benetton in der Meisterschaft noch eingeholt und wir sind enttäuscht, dass es nicht geklappt hat, aber so ist der Motorsport. Wir wissen, was wir bis nächstes Jahr zu tun haben und wir arbeiten schon dran. Es liegt ein langer und harter Winter vor uns."

Eddie Irvine (out)
"Ich bin sehr enttäuscht, denn wir haben hart gearbeitet. Ich war schon Siebenter und wenn die Tankanlage funktioniert hätte, wäre ich vor den beiden Benettons auf die Strecke gekommen, was unser Ziel war. Ich habe keine Ahnung, was in der Box passiert ist. Ich kam in Runde 23 herein und es sah wie ein perfekter Stopp aus, nur floss leider kein Benzin ins Auto. Deswegen musste ich gleich wieder hereinkommen und das gleiche Problem trat wieder auf, weshalb ich aufgeben musste. Bei Pedro hat es dann funktioniert, aber bei mir nicht. Der siebente Platz in der Konstrukteurswertung war heute unser Ziel und wir waren sehr nahe dran. Das Auto hat sich gut angefühlt und ich habe hart gepusht, aber gegen solche Pannen kann man nichts machen. Wir werden das genau untersuchen. Für Jaguar war es ein sehr hartes Jahr und zu Beginn dieses Rennens sah es wieder schlecht für uns aus, aber dann haben wir bewiesen, dass wir im Grand Prix eigentlich immer gut dabei sind."