Stimmen nach dem Rennen

Juan Pablo Montoya (1.)
"Alle im Team, ob von Williams, BMW oder Michelin, haben phantastische Arbeit geleistet und ich bin unglaublich glücklich über dieses Ergebnis. Das ist ein großer Tag für mich, und es ist besonders schön, dass mein Vater hier ist, der heute Geburtstag hat. Mein letzter CART-Sieg ist jetzt genau ein Jahr her. Zu Rennbeginn hatte ich starkes Übersteuern, aber das Auto wurde dann immer besser, und der Speed war da, wenn ich ihn brauchte."

Ralf Schumacher (3.)
"Ich habe das ganze Wochenende keine ideale Abstimmung gefunden. Aber ich möchte mich beim Team dennoch bedanken, wir sind Erster und Dritter, das ist eine starke Leistung. Wegen der verschiedenen schlimmen Ereignisse bin ich nicht gut drauf und bitte dafür um Verständnis."

Rubens Barrichello (2.)
"Ich weiß nicht genau, was beim Boxenstopp passiert ist, aber es hat viel Zeit gekostet - genug, um das Rennen zu verlieren. Aber so oder so war es eine gute Show. Die Bridgestone-Reifen waren sehr gut und der Motor großartig. Die Zwei-Stopp-Strategie war goldrichtig. Ross Brawn hat wieder einmal seinen magischen Kopf eingeschaltet, denn nur so konnten wir mit Williams mithalten. Juan Pablo konnte ich überholen, weil er Probleme mit den Hinterreifen hatte und sich beim Bremsen einen Schnitzer erlaubte. Da schlüpfte ich innen durch. Es war ein fairer Kampf. Ralf hatte wahrscheinlich auch Probleme mit seinen Reifen und mit den Bremsen, vor allem in der ersten Kurve. Als er diese Schikane verpasst hat, konnte ich vorbeigehen."

Michael Schumacher (4.)
"Gott sei Dank ist alles gut gegangen. Ich bin froh, dass dieses Wochenende vorbei ist. Sehr schade, dass Rubens nicht gewinnen konnte, aber es war einfach nur wichtig, dass nicht noch etwas Schlimmes passiert ist."

Pedro de la Rosa (5.)
"Das ist der Schub, auf den wir gewartet haben. Die letzten Rennen waren nicht besonders gut und ich freue mich für alle im Team. Das war präzise wie ein Uhrwerk. Der Jaguar R2 war sehr gut ausbalanciert, ich hatte überhaupt keine Problemen. Meine größte Sorge war die erste Schikane, aber die habe ich Gott sei Dank heil überstanden. Jenson Button hatte einen großartigen Start, aber er war zu schnell und räumte einige Fahrzeuge aus dem Weg. Die Michelin-Reifen haben sehr gut funktioniert, aber ich attackierte nicht voll, weil ich sie ein wenig schonen wollte. Als der Sprit dann weniger wurde, lief alles perfekt, wie eigentlich das ganze Wochenende. Nun wollen wir diese Form in die nächsten beiden Rennen mitnehmen. Mal abwarten, wohin das noch führt."

Eddie Irvine (out)
"Was soll ich sagen? Mein Start war blendend, ich war sofort Siebter, aber gleich danach spürte ich einen Leistungsverlust. Es wurde immer schlimmer, weshalb ich viele Positionen eingebüßt habe. Das Problem war auf der Telemetrie nicht zu sehen. Korrekterweise hat mich das Team in der 18. Runde an die Box geholt. Es war von Anfang an ein schlechtes Wochenende für mich. Das Auto hat sich nicht wie gewünscht verhalten und ich hatte Schwierigkeiten bei der Suche nach einer guten Abstimmung. Ich war in den letzten Rennen nicht besonders glücklich und im Gegensatz zum Jahresanfang hat es jetzt auch der Defektteufel auf mich abgesehen. Sehr schade, heute nicht in den Punkten zu sein, aber zumindest Pedro hat das geschafft, fürs Team sehr wichtig. Unsere Jungs arbeiten wirklich hart, aber sie werden selten belohnt. Mal schauen, wie es in Indianapolis laufen wird. Auf Benetton fehlen nur noch drei Punkte - diese Chance lebt wieder."

Jacques Villeneuve (6.)
"Ein glückliches Ende eines schwierigen Wochenendes. Wie prophezeit waren wir im Rennen viel besser als im Qualifying. Das Team hat gestern und heute Morgen noch sehr hart gearbeitet und so war das Auto im Renntrimm viel schneller. Beim Boxenstopp hatten wir ein Problem mit dem Nachtanken, es ist nicht genug Benzin geflossen. Deswegen musste ich am Ende ein wenig sparsam fahren und ich konnte de la Rosa nicht wirklich herausfordern. Der sechste Platz bedeutet auf jeden Fall einen wertvollen Punkt, gerade zu diesem Zeitpunkt in der Saison."

Olivier Panis (9.)
"Verglichen mit dem Qualifying war das ein gewaltiger Sprung nach vorne. Ich habe heute das Ersatzauto verwendet, denn mit dem anderen war ich nicht sehr happy. Insgesamt bin ich zufrieden, weil ich konkurrenzfähig war. Vom 17. Startplatz aus tut man sich immer schwer, aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht. Sicher wäre noch ein wenig mehr drin gewesen, aber Bernoldi hat sich vor mir lange recht breit gemacht. Jacques Punkt ist großartig für das Team und jetzt bin ich wieder halbwegs zuversichtlich für die letzten beiden Rennen. Wir müssen einfach konzentriert bleiben und weiter hart arbeiten."

Kimi Raikkönen (7.)
"Mein Start war nicht gut und ich hatte schon zwei Positionen verloren, als sich Trulli vor mir drehte. Dadurch habe ich noch mehr verloren und so geriet ich in Verkehr, was mein Rennen stark beeinflusst hat, weil ich anfangs mit wenig Sprit unterwegs war. Beim Boxenstopp habe ich deswegen mehr Benzin nachtanken lassen als eigentlich geplant. Danach musste ich lange auf die Reifen achten und erst zum Schluss konnte ich Villeneuve attackieren. Ich konnte den Rückstand auf ihn von acht Sekunden auf vermutlich weniger als eine reduzieren, aber dann gingen mir die Runden aus."

Nick Heidfeld (11.)
"Das war ein enttäuschendes Rennen für mich. Als ich auf die Startaufstellung fuhr entwickelte das Auto ein Hydraulikproblem und ich musste aus der Boxengasse starten, mit dem Ersatzauto. Die hinteren Autos des Feldes hatte ich schnell, aber dann steckte ich im Verkehr fest. Meistens musste ich die Reifen schonen. Das Auto war für manche Runden gut, dann wieder nicht. Ein schwieriger Nachmittag."

Tomas Enge (12.)
"Ich bin sehr glücklich darüber, mein erstes Rennen in der Formel 1 beendet zu haben. Das Auto ist gut gelaufen und es gab überhaupt kein Problem. Über die elektronischen Fahrhilfen, die Schalter auf dem Lenkrad, die Traktionskontrolle, das Mapping des Motors und so weiter habe ich viel gelernt. Das war alles neu für mich, aber ich habe den Grand Prix ohne Fehler beendet. Der zwölfte Platz stellt mich zufrieden. Ich bin erfreut, dass ich dieses Wochenende für Prost fahren konnte, und noch besser ist, dass ich für sie und Luciano einen guten Job gemacht habe."

Heinz-Harald Frentzen (out)
"Die Strecke war am Start und in der ersten Schikane besonders rutschig. Für mich ist es dumm gelaufen, dass sich Jarno vor mir gedreht hat, so musste ich auf die Außenlinie. Ein paar Autos konnten mich so überholen. Von weiter hinten musste ich dann fighten, aber Bernoldi hat uns lange aufgehalten. Erst als er an die Box kam, konnte ich attackieren. Gleich danach ist etwas gebrochen. Der Motor war okay, aber irgendetwas hat mit dem Getriebe nicht mehr gestimmt. Das hat mein Rennen beendet."

Jean Alesi (8.)
"Es war ein zähes Rennen. Zumindest bin ich ins Ziel gekommen, auch wenn ich ein wenig traurig bin, denn ich musste früh zum zweiten Boxenstopp reinkommen, da ich dachte, ein Problem mit einem Reifen zu spüren."

Jarno Trulli (out)
"Ich legte einen guten Start hin, konnte meine Position halten. Leider wurde ich in der ersten Kurve von einem Auto abgeschossen. Erst später habe ich herausgefunden, dass es Button war. Die Kurve gehörte mir, er hat sich da wohl verschätzt. Das war wieder nicht mein Fehler. Ich kann nicht viel sagen, bin aber riesig enttäuscht."

Giancarlo Fisichella (10.)
"Mein Ziel waren heute die Punkteränge und das war realistisch. Unser Auto war am Wochenende sehr gut, aber ich hatte schon nach einer Runde Probleme, weil die Traktionskontrolle nicht funktionierte. Deswegen haben die Reifen sehr schnell abgebaut, aber ich habe trotzdem mein Bestes gegeben. Natürlich bin ich enttäuscht, aber die gezeigte Performance hier in Monza stimmt mich für das nächste Rennen zuversichtlich."

Jenson Button (out)
"Dieses Wochenende hat so gut begonnen und ich war auf einen guten Grand Prix eingestellt. Mein Start war großartig, aber dann bin ich zu weit nach innen gegangen, wo es noch ziemlich rutschig und schmutzig war, vielleicht vom Unfall beim Porsche-Rennen davor. Obwohl ich so früh wie alle anderen auch gebremst habe, konnte ich den Zusammenstoß mit Trulli nicht mehr verhindern. Ich bin ihm reingefahren, habe den Frontflügel verloren und sein Rennen beendet, was mir leid tut. Das Team hat an der Box meine Nase zwar schnell gewechselt, aber in der fünften Runde bin ich dann ausgeschieden."

Fernando Alonso (13.)
"Aus Sicherheitsgründen bin ich mit dem Ersatzauto, welches mit einem alten Getriebe ausgestattet war, ins Rennen gegangen. Nach den Problemen von gestern fehlte uns in das neue Getriebe einfach das Vertrauen. Das hat natürlich unsere Leistung ein wenig beeinflusst, aber ich habe mein Bestes gegeben und schlussendlich bin ich über diese Zielankunft happy."

Alex Yoong (out)
"Gleich in der ersten Runde hatte ich eine Schrecksekunde, denn der Frontflügel von Button traf mein Auto. Für ein paar Runden drosselte ich die Pace, um sicher zu gehen, dass nichts kaputt war. Danach hatte ich starkes Übersteuern, was mein Rennen ziemlich schwierig gestaltet hat. Ich bin sehr enttäuscht, dass ich es nicht ins Ziel geschafft habe, denn es fehlten nur ein paar Runden. Dieses Wochenende hier in Monza habe ich sehr genossen und ich freue mich schon auf Indianapolis."

Jos Verstappen (out)
"Der Start war fantastisch, ich verbesserte mich vom 19. auf den achten Platz. Das war fast so genial wie in Malaysia. Am Anfang des Rennens konnte ich die Pace der Autos um mich gehen, aber dann bauten die Bremsen ab. Es war kein großes Problem, ich kam zum ersten der zwei Boxenstopps, aber als ich wieder auf der Strecke war, spürte ich einen Leistungsverlust und dann war es aus."

Enrique Bernoldi (out)
"Ich muss sagen, dass ich das Rennen genossen habe. Mein Start war gut, ich kam weit nach vorne. Danach hatte ich gute Fights mit Hakkinen, Panis und Villeneuve. Leider waren die Bremsen nicht ideal, weshalb ich zwar nicht langsamer wurde, aber ich konnte eben auch nicht attackieren. Ein paar Runden vor Schluss trat ein Motorenproblem auf und dann blieb das Auto einfach stehen. Schade, denn das war ein aufregender Grand Prix."

Mika Häkkinen (out)
"Wegen dem Chaos in der ersten Kurve musste ich den Notausgang nehmen, das hat viel gekostet. Ich kam als 13. zurück auf die Strecke. Ich bin darüber sehr enttäuscht, denn wir hatten vor dem Start ausdrücklich vereinbart, besonders vorsichtig zu sein. In der 19. Runde klemmte das Getriebe im fünften Gang. Dann habe ich alle Gänge verloren und damit war es vorbei."

David Coulthard (out)
"Es gibt gar keinen Zweifel daran, dass das ein materialmordendes Rennen war. Leider hat das nicht zu unseren Gunsten gearbeitet, denn Mika und ich sind ausgeschieden. Es war für uns ein sehr schwieriges Wochenende, aber Punkte wären dennoch möglich gewesen. Zumindest konnte ich den zweiten Platz in der Weltmeisterschaft verteidigen."